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Michael Kunze
Erfolg auf ganzer Linie
Von Julia Schmieg
Michael Kunze ist ein deutscher Liedtexter, Schriftsteller und Librettist, den die meisten deutschsprachigen Musical-Fans lieben gelernt haben. Denn seit der weltbekannte Künstler das Genre des Musicals für sich entdeckte ist seine Arbeit aus diesem nicht mehr wegzudenken Doch begann seine Erfolgslaufbahn ganz anders, nämlich mit einem Jura-Studium. Doch schon in dieser Zeit begann Michael Kunze mit seiner wahren Berufung, Liedtexte zu schreiben. Seit Mitte der 60er Jahre verdanken Stars ihm ihre Erfolge. So stammt z.B. Udo Jürgens unvergesslicher „Grichischer Wein“ (1974), „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews (1976) der „ohne dich schlaf ich heute Nacht nicht ein“ von der Münchner Freiheit stammen aus seiner Erolgsfeder. Auch international war Michael Kunze nicht untätig und schrieb für Stars wie Julio Iglesias, Herbie Mann oder die Silver Conventions, welche mit dem von ihm geschrieben und von Sylvester Levays vertonten „Fly, Robin, Fly“den ersten Platz der US-Charts erreichten. Dennoch verwendet er bei seiner internationalen Arbeit das Pseudonym „Stephan Prager“, welches in Anlehnng an seinen Sohn und seine Geburtsstadt Prag entstand. Sein Buch „Straße ins Feuer“ entstand auf einen Höhepunkt seiner Karierre, an welchem er sich aus der Pop-Musik zeitweise zurückzog. Und auch dies gelingt Michael Kunze auf ganzer Linie, es wurde ein weltweiter Beststeller, dem die „New York Times“ vier ganze Seiten widmete. Dann in den 80er Jahren trat das Genre des Musicals in das Leben Michael Kunzes. Den Einstieg in dieses nicht unbedingt einfache Genre fand mcihael Kunze mit seinen erfolgreichen Übersetzungen der Musicals des weltbekannten Engländers Andrew Lloyd Webber wie „Evita“, „Cats“, „Das Phantom der Oper“, „Aspects of Love“ und „Sunset Boulevard“. Auch weiter Übersetzungen der Werke von Stephan Sondheim wie „Company“, „Into the Woods“ trugen maßgeblich zu seinen Erfolgen bei. So verhalf er diesen Werken nicht nur in Deutschland zum Erfolg sondern machte auch sich in dem Genre des Musical bekannt und berühmt.
Sein Erfolg war nun nicht mehr zu bremsen, denn aus seiner Feder Stammen ebenfalls die deutschen Versionen von „A Chovus Line“, „Der kleine Horrorladen, „Der Glöckner von Notre Dame“, „Der König der Löwen“, „Mamma Mia!“ und Elton Johns „Aida“.
Mit seinem Freund und Partner Sylvester Levay, mit welchem er schon den Erfolg um „Fly, Robin Fly“ geteilt hatte, begann Michael Kunze auch eigene Musicals zu produzieren. 1990 feierte das erste Kunze Levay Musical „Hexen, Hexen“ Premiere. Dann 1992 folgte Michael Kunzes erstes Meisterwerk „Elisabeth“, welches über vier Jahre im Theater an der Wien das Publikum feierte und darnach auch in Deutschland das Publikum mitriss. Darauf folgte dann das erste Musical Michael Kunzes welches er ohne Mitarbeit von Sylvester Levay produzierte, doch mit der Zusammenarbeit mit Roman Polanski und der Musik von Jim Steinmann wurde „Tanz der Vampire“ trotzdem ein voller Erfolg welcher im Wiener Raimund Theater seine Erfolge im Form von begeistertem Applaus des Publikums entgegen nahm.
Dann folgte auch gleich der nächste Erfolg für Michael Kunze, diesmal wieder ein Kunze/Levay-Musicalim Theater an der Wien, „Mozart! – Das Musical“. Auch Shows und Galas für das Fernsehen erarbeitet Michael Kunze mit großem Erfolg.
Auch vernachässigte er andere Formen des Theaters in seiner Erfolgszeit im Beriech Musical nicht, das Sprechtheater „Lenya“ und die amerikanische Oper „Paoul“ mit der Musik von Gershon Kingsley stammen ebenfalls aus seiner Feder.
Eins seiner Neusten Musicals ist das Erfolgswerk „Rebecca“. Dieses Musical ist nicht nur das erste Werk von Sylvester Levay und Michael Kunze dem die Musik direkt auf den Text geschrieben wurde, sondern auch dessen Titelsong als Smashhit geplant war. Die Arbeit an „Rebecca“ dauerte etwa 4 Jahre, 2 Jahre für Michael Kunzes Texte und zwei weitere für die Musik Sylvester Levays, doch dann am 28. September 2006 feierte Rebecca im Wiener Raimund Theater Premiere.
Währenddessen erarbeite er die deutsche Version des Musicals „Dracula“ mit der Musik von Karl Svoboda, welche am 30. April. 2004 im Musiktheater Basel zur Europauraufführung ein weiterer Erfolg für Michael Kunze war.
Am 1 November 2006 verlässt Michael Kunze einmal wieder Europa, denn ein neues Kunze/Levay – Musical feiert Premiere und zwar in Japan. So bewisst „Marie Antonette“ dass Michael Kunze weltweit erfolge feiern kann. Nach seiner Ankündigung soll dieses Musical voraussichtlich 2009 nach Deutschland kommen. Seine Aufmerksamkeit widmet er im Moment der deutschen Version des Brodway-Erfolgsmuscials Wicked – Die Hexen von Oz, welches im November 2007 in Stuttgart Premiere feiert.
Michael Kunzes Erfolge äußern sich zwar großteils in hohen Besucherzahlen und vor allen stürmischen Applausen, doch erhielt er in seiner Karriere auch eine Reihe an Auszeichnungen zu denen er unter andern 56 Goldene Schallplatten, 23 Platin Schallplatten, den Paul-Lincke-Ring welchen er 1989 überreicht bekommen hat, die Goldene Feder des Deutschen Textdichter Verbandes im Jahre 1993 und einige Stipendien zählen kann. Als letztes überreichte man ihm am 2 April 2005 den deutschen Musikpreis „Echo“ für sein Lebenswerk, welchen er voller Stolz und wohl verdient entgegen nehmen konnte.
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