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Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär
Köln - 11.11.2006, 20:00 Uhr
Von Steffi Geischer - www.steffi.geischer.de
Ursprünglich hatte ich gar nicht vor mir dieses Musical anzuschauen, da ich dachte das sei doch eher was für Kinder. Aber Dank Ticketangebot 11,11 Euro auf allen Plätzen am 11.11. hat es mich dann doch in die Show verschlagen. Dass wir dann unerwartet am Ende sogar in Reihe 1 Mitte saßen, war dann ein zusätzlicher Bonus. :)
Und was soll ich sagen? Diese Show ist einfach absolut bezaubernd. Wunderschön gemacht, sowohl von der Umsetzung der Geschichte als auch von den Kostümen, den Songs und dem Bühnenbild.
Wer etwas zur Geschichte wissen will, dem empfehle ich das passende Buch von Walter Moers - es lohnt sich das mal zu lesen. ;)
Ansonsten ist hier die Zusammenfassung von der Homepage des Stücks:
(Quelle: http://www.blaubaer-musical.de)
Allein in einer Nussschale treibt der kleine Käpt'n Blaubär auf dem Zamonischen Ozean in den Malmstrom - dem gefährlichsten Strudel Zamoniens. Im letzten Moment wird er von Zwergpiraten gerettet und in ihre Mannschaft aufgenommen.
Käpt'n Blaubär wächst und wächst und nachdem er für das Schiff der Zwergpiraten zu groß geworden ist, setzen sie ihn auf einem Floss aus. Dort macht er die Bekanntschaft der Tratschwellen, die ihm das Sprechen beibringen und ihm von Atlantis erzählen, der Stadt, in der vielleicht noch andere Blaubären, oder vielleicht sogar eine Blaubärin, wohnen.
Bevor sein Floss von den gefräßigen Holzwürmern restlos verspeist wird und Käpt´n Blaubär untergeht, wird er von MAC - dem Rettungssaurier, in allerletzter Sekunde gerettet. Der kurzsichtige MAC nimmt Käpt´n Blaubär als seinen Navigator mit auf seine Flüge durch Zamonien und über die wunderbare Stadt Atlantis. MAC wird Blaubärs erster richtiger Freund. Bevor sich MAC im Rettungssauriersanatorium zur Ruhe setzt, gibt er den noch unwissenden Blaubär in der berühmten Nachtschule von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller in den Finsterbergen ab.
In der Nachtschule wird Käpt´n Blaubär nicht nur mit Prof. Dr. Abdul Nachtigallers gesammeltem Wissen infiziert, er findet dort auch Freunde für's Leben: Groot (ein Schweinsbarbar), Fredda (eine Berghutze) und Qwert Zuiopü (ein Gallertprinz aus der 2364. Dimension). Fredda verliebt sich in Blaubär, weil er so schön blau ist. Doch der Blaubär kann mit Mädchen noch nicht so richtig etwas anfangen.
Am Ende seiner Schulzeit wird Käpt'n Blaubär auf dem Weg durch das Stollenlabyrinth von einem fiesen Stollentroll in die Irre geführt und letztendlich von einem Wasserschwall aus dem Labyrinth ausgespuckt. Trugbilder locken Käpt´n Blaubär tief in den Finsterbergwald. Er sieht zum ersten Mal in seinem Leben eine Blaubärin und ist sofort verliebt. Leider ist sie nur eine Illusion - ausgelöst durch das Klebersekret im Netz einer riesigen Waldspinnenhexe, in dem er sich verfangen hat. Wieder begegnet er seinem Gegenspieler, dem Stollentroll, der ihm auch aus dieser misslichen Lage nicht heraushelfen will. Glücklicherweise kann er sich mit Hilfe seiner Tränen aus dem Netz befreien.
Nach dem Sprung durch ein Dimensionsloch, der Durchquerung der süßen Wüste und der Reise mit dem ewigen Tornado, hilft ihm schließlich die schlechte Idee 16U durch den abgelegten Kopf eines Bolloggs zu gelangen und so dem Wahnsinn zu entkommen.
Endlich erreicht er Atlantis! Hier angekommen lernt er Chemluth Havanna kennen, der ihm ein Freund wird und Smeik - einer Haifischmade - der aus Käpt'n Blaubär den erfolgreichsten Lügengladiator Zamoniens macht. In seinem letzten Lügenduell trifft Käpt'n Blaubär schließlich auf seinen größten Widersacher, den Strollentroll.
Beim Bühnenbild gab es einfach alles - vom riesigen Spinnenetz, über ein großes Labyrinth, zum Klassenzimmer in der Nachtschule bis zur Stadt Atlantis und dem Ozean inklusive Traschwellen und und und. :)
Die Kostüme waren extrem aufwendig. So gab es zum Teil komplette Kostüme inklusive dem entsprechenden "Kopf" der Figur, den der Darsteller dann wie einen Hut aufsetzen konnte (z.B. der Stollentroll). Teilweise gab es dagegen auch Puppen, die von den Darstellern entsprechend bewegt wurde. Alles in allem eine tolle Mischung.
Die Lieder im Stück sind wirklich klasse - allen voran der Titelsong sowie das Lied der Schlechten Idee.
Die Cast des Abends:
Blaubär: Björn Klein
Ganz, ganz toll - das fällt mir zu ihm als erstes ein. Da steckte soviel Spielfreude dahinter, dass es nicht eine Sekunde langweilig war ihm zuzuschauen. Außerdem eine wirklich klasse Stimme. Und mein Respekt, dass er trotz des dicken Blaubären-Kostüms nicht zerschmolzen ist. ;)
Prof. Nachtigaller: Stefan Stara
Einfach herrlich - "Meine sehr verehrten Damen und... ääh.... zschhh.. (Publikum: "Herren").... Danke!".
Der Mann mit den sieben Gehirnen, zumindest in dieser Rolle. ;) Wirklich toll gemacht - es ist bestimmt nicht leicht eine solche Rolle zu spielen: Sozusagen der leicht überdrehte und ein wenig verrückte Professor. Und das hat Stefan fantastisch gemeistert!
Groot und Stollentroll: Nik Breidenbach
Endlich hab ich' geschafft ihn auch einmal live zu sehen. Und es hat sich gelohnt. Er hat mir ohne Abstriche super gefallen. Sowohl als einfältiger Groot, als auch als hintertriebener Stollentroll war er einfach perfekt. Über seine Mimik hätte ich mich die ganze Zeit totlachen können. Und sein "Mannooooo", als er (als Groot) aus dem Klassenzimmer geschmissen wurde war einfach göttlich. :)
Chemluth Havanna: Oliver Parchment
Das perfekte Klischee eines Bazar-Händlers... das fiel mir zu der Rolle zumindest als erstes ein. Prima gemacht, auch wenn er gerade im Zusammenspiel mit Nik Breidenbach ab und zu ein wenig unterging.
Wahnsinn und Yeti: Arthur Büscher
Hat mir gut gefallen, allerdings fand ich seine Rollen im Gegensatz zu so manch anderem nicht so interessant - aber da kann er ja nichts dafür. ;)
Grundsätzlich eine prima Leistung!
Fredda und Tratschwelle: Barbara Tartaglia
Was hab ich mich gefreut sie mal wieder auf der Bühne zu sehen. Grease ist doch schon viel zu lange her gewesen. ;)
Und ich war hin und weg von ihrer Vorstellung. Als Fredda eine totale Rockröhre, als Tratschwelle herrlich überzogen und in ihren sonstigen Ensembleparts total quirlig und immer in Bewegung. Für mich der heimliche Star des Abends!
Smeik und Tratschwelle: Pamela Zottele
Auf sie habe ich eher nicht so viel geachtet. Aber was ich gesehen habe, hat mir gut gefallen. :)
Als Smeik war sie auf jeden Fall herrlich fies. ;)
16 U: Peggy Pollow
Wie niedlich! Die 16 U war eines meiner Highlights der Show. Ein absolut toller Song, den Peggy wunderschön gesungen hat. Und dazu noch einer der liebenswertesten Charaktere der Show.
Blaubärin: Jasmin Madwar
Sie kam ganz extrem sympathisch rüber und hat die Blaubärin wirklich toll gespielt. Zudem sieht sie richtig süß in dem blauen Kostüm aus! Setzen, eins! :)
Akrobat: Benjamin Pfeiffer
Hut ab - ein richtiger Artist. Hat Spaß gemacht ihm zuzuschauen!! :)
Ensemble
Jessie Roggemann, Daniela Grubert, Janine Tippl, Pascal Illi, Oliver Pauli, Tobias Roloff, Oliver Sekula, Jenny Winkler
Von allen eine absolut tolle Vorstellung. Ich kann mir kaum vorstellen wie schwierig es sein muss sich so oft umzuziehen, mit Puppen zu hantieren, zu tanzen und dann noch so überzeugend zu spielen. Von daher: Respekt für diese Leistung!!
Fazit
Wenn ihr die Gelegenheit bekommt, dann schaut euch diese Show an. Es ist ein wirklich sehenswertes Stück - nicht nur für Kinder!
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