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Tanz der Vampire Showbericht

Tanz der Vampire das Musical in Berlin.

Von Nadine

Verehrtes Publikum, herzlich willkommen beim Tanz der Vampire.
Bitte vergessen Sie nicht, dass Vampire äußerst empfindlich reagieren auf Funktelefone sowie Ton- und Bildaufnahmen. Schalten Sie bitte ihre Geräte aus. Und tauchen Sie mit uns in die Dunkelheit ein.


Mit dem darauf folgendem Blitz und dem ersten Ton der Ouvertüre beginnt der erste Akt des für mich besten Musicals der Welt. Eine fröstliche, winterliche Stimmung wird mit dem fallenden Kunstschnee erzielt.
Jedes Mal warten wir sehnsüchtig auf den Moment an dem Graf von Krolock endlich die lange Treppe des Theaters hinunter schreitet.
Einer der schönsten Momente des gesamten Musicals, wenn man nicht gerade jemanden neben sich sitzen hat, der erschüttert fragt „Gehört der dazu???“ Nein! Wahrscheinlich ist das nur ein wahnsinniger Fan, der sich heimlich auf die Bühne schleicht, und sich an Sarah ranmachen will...

Ich habe bisher zwei verschiedene Grafen gesehen. Kevin Tarte und Thomas Borchert. Ich kann nicht hundertprozentig sagen, welcher mir besser gefallen hat. Thomas war mein erster Graf und ich finde der erste Graf, soweit er einem gefallen hat, ist immer etwas Besonderes. Bei ihm liebe ich diesen starken Sarkasmus den er in die Rolle einbringt, besonders bei „Vor dem Schloss“. Kevin mag ich vom optischen her als Graf lieber und er beachtet Sarah mehr als Thomas es getan hat.

Die Sarah schlechthin bleibt für mich Jessica Kessler. Sie sieht jung aus, spielt die Sarah teilweise sehr zickig und ist, wie ich finde, total hübsch.

Alfred hatten wir drei verschiedene von denen Fredrick Wickerts wohl am besten hineingepasst hat, stimmlich jedoch hat Max Niemeyer mich total umgehauen. Er wirkte zwar in der Rolle des Alfreds teilweise zu groß und nicht so ängstlich aber seine Interpretation von „Draußen ist Freiheit“ fand ich von allen bisher gehörten am schönsten.

Jerzy Jeszke als Chagall ist auch nicht mehr zu toppen. Er spielt diese Rolle einfach brillant, besonders seine Suche nach Sarah im Orchestergraben sorgte immer wieder für einen Lacher.

Femke Soetenga und Franziska Forster fand ich gleicher Maßen gut in der Rolle der Magda.

Als Rebecca hatte ich Simone Pohl und Stephanie Tschöppe. Beide waren schauspielerisch klasse, aber stimmlich hat mir Stephanie besser gefallen.

Der zweite Akt beginnt spannend mit „Totale Finsternis“ und wird zum Ende hin immer besser. Die ganze Schloss-Atmosphäre in dem riesigen Tanzsaal und der Wendeltreppe die Sarah dann hinunter schreitet um zu ihrem Grafen zu gelangen. Der Biss an sich ist das Highlight des Aktes. Wenn der Graf sie dann noch trägt ist alles gerettet.

Beim Finale hat das Publikum die Möglichkeit noch einmal mit der Musik mitzugehen oder einfach nur den letzten Ausklang der Show zu genießen, um sich danach gut gelaunt oder auch traurig über das Ende auf den Weg nach Hause, ins Hotel oder zur Stage Door zu machen.
Es laden die Vampire zum Tanz...