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Bericht vom Tanz der Vampire
Oberhausen, Metronom Theater, Nachmittagsvorstellung am 3.1.09
von Anika Merten
Tipp: Tanz der Vampire Oberhausen
Am Samstag, den 3.1.09, bin ich zusammen mit zwei Freunden nach Oberhausen zum "Tanz der Vampire" gefahren. Wir saßen im Hochparkett rechts in der vorletzten Reihe. Das hört sich zwar nach sehr weit hinten an, war es allerdings gar nicht. Man konnte die Gesichter natürlich nicht so genau sehen, aber man hatte alles im Blick. Ich saß am Gang und hab mich so einige Male erschrocken, da die Darsteller oft durch diesen Ein-/Ausgang kommen und auch wieder verschwinden. Besonders bei Koukol hab ich mich einige Male erschrocken, da man ihn erst bemerkt hat, wenn er neben einem stand und "Koukol" gekrächzt hat. Und auch die Vampire, die dort lang gekommen sind, sind nicht einfach so vorbeigegangen, sondern haben einem mit spitzen Fingernägeln über die Wange gefahren oder angefaucht. An mir sind sie zum größten Teil zum Glück so vorbeigegangen.
Zum Stück an sich kann man nur sagen, dass im Großen und Ganzen alles so geblieben ist. Es gibt nur eine wirkliche Änderung: Wenn nach "Carpe Noctem" Alfred und der Professor auf Gruftsuche gehen wollen, bleibt Alfred erst noch alleine auf der Bühne zurück, während der Professor schon vorgeht. In dieser Zeit wurde nun "Für Sarah" gesungen. Was meiner Meinung nach auch besser an diese Stelle passt.
Außerdem gab es bei einer der Tanzszenen noch etwas neues, zumindest hab ich nicht gehört, dass es das bei anderen Produktionen so gegeben hat. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher bei welcher es war, aber ich meine bei "Carpe Noctem". Da wir in der vorletzten Reihe saßen, war uns aufgefallen, dass die Wand hinter uns etwas "komisch" aussah. Während dieser Szene wussten wir dann auch warum. Plötzlich standen hinter Fensterscheiben an der ganzen Saalwand entlang Vampire, die grün beleuchtet wurden und getanzt haben, das hatte schon einen tollen Effekt.
Ich kann meine Erfahrung leider nur mit der Hamburger Produktion vergleichen, da ich die Berliner leider nicht sehen konnte. Ich weiß also nicht, ob meine angeführten Änderungen schon in Berlin so waren.
Hier habe ich noch einige Anmerkungen zu den Darstellern, die am 3.1. gespielt haben:
Graf von Krolock - Kevin Tarte:
Ich hab von vielen bereits gehört, dass sie ihn nicht so toll finden. Ich muss aber sagen, dass ich ihn sehr gut finde. Seine Stimme und seine Erscheinung passen einfach super in diese Rolle.
Sarah - Sabrina Auer
Von ihr hatte ich vorher noch gar nichts gehört, jedoch hatte sie eine sehr schöne Stimme. Ich bevorzuge allerdings Jessica Kessler, da sie das Jugendlich und Freche an Sarah besser rüberbringt. Sabrina war wirklich sehr gut, nur fand ich sie einfach nicht so lustig wie z. B. Jessica.
Professor Abronsius - Gernot Kranner
Ich achte bei dieser Rolle eigentlich immer nur darauf wie gut er das "r" rollen kann und das konnte er recht gut.
Alfred - Riccardo Greco
Bei Riccardo musste ich natürlich an "Ich Tarzan, Du Jane" denken, dort hatte er mir auch schon recht gut gefallen, aber ich konnte ihn mir nicht als Alfred vorstellen. Als ich ihn dann jedoch gehört und gesehen hab, ist mir niemand eingefallen, den ich besser in dieser Rolle gefunden hätte. Er war für mich die perfekte Besetzung dieser Rolle. Ich kann nicht beurteilen wie die Erstbesetzung Krisha Dalke in dieser Rolle ist, aber ich hab mich gewundert warum er nicht die Erstbesetzung bekommen hat und nur ein Cover von Alfred war.
Herbert - Florian Fetterle
Er war gut, aber wirklich vom Hocker gerissen hat er mich auch nicht. Die Szene mit ihm und Alfred im Bad ist meiner Meinung nach eigentlich die lustigste im Stück und so sehr lachen musste ich nicht über ihn. Wie gesagt er war gut und hat das "Schwule" gut dargestellt in seinem Gang und seinem Verhalten, aber seine Stimme hat nicht so toll zu einem schwulen Vampir gepasst. Ich kann es schlecht beurteilen, aber ich fand sie einfach etwas zu tief.
Zu den restlichen Darsteller gibt es nicht viel zu schreiben, ich schreib die Besetzung trotzdem noch einmal hin:
Chagal - Matthias Stockinger
Magda - Linda Konrad
Koukol - Stefan Büdenbender
Rebecca - Heike Schmitz
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