Ticketempfehlungen:
Tanz der Vampire Stuttgart
König der Löwen Hamburg
Wicked Oberhausen
We Will Rock You Stuttgart
Tarzan Hamburg
Musical Noten
Buddy Holly Musical

Miami Nights Show vom 19.Januar

Bombastisch, Bunt und Spektakulär!

Von Alexandra Funk

Cast nur für die Akten:

Jimmy Miller: Marc Seitz
Laura Gomez: Patricia Meeden
Roy Fire: Henrik Wagner
Jessica Diamond: Natacza Soozie Boon
Mr Bob: Tom Zahner
Betty Miller: Isabel Dörfler
Mercedes: Ava Brennan
Emilio: Ruben Heerenveen
Präsidentin: Ines-Hengl-Pirker
Andy: Richard Jackson
Sarah: Nina Weiß Gina: Taryn Nelson

Bericht zur Show:

Als ich am 19. Januar, den Fuss über die Schwelle des Basler Musicaltheaters setzte, schwirrten mir ziemlich viele Fragen im Kopf herum. Wie würde die Show sein? Würde die Cast das selbe drauf haben wie die Cast , der Dvd aus Düsseldorf? Würde das Bühnenbild anders aussehen? Ich glaube, das sind Fragen, die sich vielen von uns Musicalliebhabern
Stellen. Im Saal an sich beantwortete sich mir gleich eine der Fragen. Das Bühnenbild. Es ist ganz anders als das, das die meisten von uns von der Düsseldorfer DVD kennen. Es errinerte mich ein wenig an die Bühne von Dirty Dancing, die ebenso wie Miami Nights einen Balkon mit Treppe besitzt.
Die Restlichen Requistiten die benötigt wurden, wurden einfach auf die Bühne gerollt. Simpel aber effektiv.

Nun zur Show.

Für alle die den Inhalt der Show nicht kennen hier eine kurze Inhaltsangabe: Turnier-Tänzer Jimmy Miller und seine Partnerin wollen das Finale der Tanzmeisterschaft der Miami Nights gewinnen. Doch kurz vor dem Finale streitet er sich mit seiner Partnerin Jessica, da diese versuchte eine Konkurrentin per Manipulation auszuschalten.
Doch dann trifft er die aus Kuba stammende Laura, die tagsüber im Tanzpalast in dem Jimmy tanzt, Popcorn verkauft. Laura hilft Abends in der Salsabar ihres Bruders Emilio aus. Als Jimmy zufällig dort vorbeikommt, kommt der in den Geschmack des heissen Tanzes Salsa, den er sich von Laura beibringen lassen will. Jimmys Mutter Betty und sein Tanzlehrer Mr Bob allerdings sind auf der Suche nach einer neuen Tanzpartnerin für Jimmy, die mit ihm die Miami Nights gewinnen soll. Währenddessen hat sich auch Jimmys alte Tanzpartnerin Jessica umgeschaut und sich in die Arme ihres und Jimmys Konkurrenten Roy Fire an den Hals geworfen und wird seine neue Tanzpartnerin. Jessicas einziger Wunsch ist das Turnier zu gewinnen, und das sie dies mit Roy nicht schaffen kann, da dieser nicht mehr in der Körperlichen Verfassung ist um zu tanzen, merkt sie gerade im letzten Moment. Jessica denkt, dass sie einfach wieder zu Jimmy zurückkehren kann, doch dieser hat nur noch Augen für Laura und weiss, dass er mit ihr die Miami Nights gewinnen kann. Jessica kann dies nicht ertragen und beginnt eine schreckliche Intrige zu spinnen…

Mir hat diese Inszenierung sehr gut gefallen, sie ist bunt, sie ist schrill, sie ist rockig. Vor der Show bereitete mir die Cast ein wenig Unbehangen, da ich nur wenige davon kannte, und ich bisher nach manchen Tourproduktionen sehr enttäuscht nach Hause ging. Doch schon nach Conga dem ersten Lied hatte ich diese Zweifel vergessen. Die Hauptdarsteller und auch das Ensemble zeigten eine riesige Power, sowohl stimmlich als auch tänzerisch. Zwischendurch hatte ich sogar ein bisschen Angst um einige Jungs aus dem Ensemble, weil sie zwar mit Freude, aber mit einem, so schien es auf jeden fall, kleinen Anfall von Uebermut tanzten. Euphorisch, schnell und höchst gelenkig. Wie sich die Darsteller nichts brechen ist mir bis heute ein Buch mit Sieben Siegeln.
Obwohl ich fast keinen der Hauptdarsteller kannte, oder nur vom Namen her, haben sie mich unheimlich positiv überrascht. Sie setzen die Gags in der Show, „ ich habe eine Wassermelone getragen“ oder „Ich werde mal den Balkon vorbereiten gehen“, unheimlich gut um, und haben es geschafft, dass ich vor Lachen fast geweint habe. Das einzige, das mich an der Show persönlich gestört hat war das Publikum. Ich war mit einer Freundin in der Show und wir kamen uns persönlich sehr doof vor, als wir nach „ What a feeling“ die einzigen waren die geklatscht haben. Ich habe das Gefühl, dass dies der Cast auch aufgefallen ist, deswegen hat zum Beispiel Henrik ( Roy Fire) nach der Pause auch zum Angriff geblasen und versucht das Publikum zum Klatschen und „Armewedeln“ zu motivieren. Auch dabei, sind wir glaube ich so ziemlich die einzigen gewesen.
Zum Ende der Show haben alle dann noch einmal richtig Gas gegeben und beim Finale der Miami Nights, war auch die Stimmung endlich gut, so wie ich es aus anderen Shows gewohnt war. Alles in Allem war es eine super Show, die ich mir wohl noch einmal in Zürich ansehen werde.