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Tag der offenen Tür

bei den Musketieren
Fr., 23. Februar 2007, 11.00 - 17.00 Uhr,
im Apollo Theater in Stuttgart

Von Marina Mack 

Ein lang herbeigesehnter Tag begann mit einer menge Aufregung. Ich war noch nie zuvor auf einer solchen Veranstaltung gewesen, geschweige denn hatte ich mir persönlich Autogramme geholt und dementsprechend war es auch neu und aufregend.
Da meine Mutter nicht wusste, wie es mit den Parkplätzen aussah, fuhren meine Freundin, sie und ich schon recht bald los und wir kamen ca. 10.15 Uhr im SI Zentrum in Stuttgart an. Zunächst liefen wir gemütlich durch die kleine Einkaufspassage, auch wenn noch keines der Läden geöffnet hatte und betrachtetem die Schaufenster, bis wir schließlich im Eingangsbereich standen, in dem schon viele Ankündigungen für den heutigen Tag, darunter auch das Programm, angekündigt waren. Wir lasen ein Schild, auf dem stand, dass man nur am selbigen Tag für die Preiskategorie 1+2 29,99 Euro zahlen würde und da ließen wir es uns auch ungeplant nicht nehmen, noch zwei Tickets für die Abendvorstellung zu besorgen.
Nachdem auch das geschafft war, da wir lange anstehen mussten, (was im Übrigen das Tagesmotto war), waren die Türen schon geöffnet und zusammen gingen wir nun nach oben ins Foyer. Am Eingangsbereich konnte man sich von einem Musketier verkleideten Mann Degen aus Luftballons anfertigen lassen, Souvenirs waren erhältlich, für Speis und Trank war gesorgt und im oberen Teil des Foyers war noch eine kleine Presseartikelausstellung sowie für einige sportliche Leute ein „Musketier-Reiten“ - Programm, oder auch Bullenreiten genannt. Um 11.30 Uhr traf ich schließlich eine Freundin, die ich im Internet kennen gelernt hatte und während wir uns unterhielten, verging die Zeit zur ersten Technik-Show um 13.00 Uhr wie im Fluge. Wir nahmen dazu im Vorstellungssaal Platz und wurden von einem Moderator namens „Clou“ in die Technikwelt hinter der Bühne der „3 Musketiere“ eingeführt. Er gestaltete es ganz witzig und die vorbereiteten Sequenzen waren wirklich toll. Wie viel Arbeit hinter so einem Stück nur steckt! Zum Beispiel erfuhren wir, dass die Perücken jeden Tag gewaschen und frisiert werden müssen, ein Kostümwechsel der Milady de Winter gerade mal 20 Sekunden dauert und die Bühnenrequisiten so schwer sind, dass man es gut mit dem Gewicht eines Zugs vergleichen könnte und es dementsprechend auch Leute gibt, die auf die Sicherheit der Darsteller aufpassen müssen und vieles, vieles mehr. Nach ca. 20 Minuten entließ uns der Moderator wieder und machte nebenbei noch Werbung für den „Fight Call“, Teilnahme einer Fechtprobe, um 16.00 Uhr, den wir uns natürlich unbedingt auch noch ansehen wollten. Als wir die Technikshow verließen, stellten wir uns schon an die gut gewachsene Schlange an, um Autogramme zu erhaschen. Thomas Hohler und Nadine Schreier standen zur Verfügung um 14.30 Uhr bis um 15.00 Uhr. Bei so einer Schlange war es allerdings nicht verwunderlich (und zugegeben auch mehr als nur ärgerlich), dass ausgerechnet vor unserer Nase wieder zugemacht wurde und wir keine Autogramme bekommen hatten. Stur wie wir allerdings waren, blieben wir noch eine ganze Stunde für den Fototermin mit Thomas und Nadine stehen, der um 15.30 Uhr angesagt war und so kamen wir als Entschädigung wenigstens dort als erstes dran. Diese konnte man sich umsonst nach einer halben Stunde am selbigen Ort abholen.
Punkt 16.00 Uhr standen wir wieder vor dem Eingang des Vorstellungssaals, um uns den „Fight Call“ ansehen zu können. Wieder nahmen wir Platz und zusätzlich zu dem vorherigen Moderator „Clou“, stand nun auch der stellvertretende Fight Captain „Paul Stampehl“ auf der Bühne, der uns erst einweihte und schließlich seine „Jungs“ auf die Bühne holte, darunter Marc Clear, Hannes Staffler, Mark Riemer und Rasmus Borkowski. Sie zeigten uns die Szene D\'Artagnan kämpft mit den Musketieren gegen die Garde des Kardinals, zunächst in einem durchaus lustigen langsamen Tempo, in denen der Ausruf „Haha“ sehr oft vorkam und immer für Lacher sorgte, eben eine Art Running-Gug, und nachher im richtigen Tempo. Es war schon faszinierend, dass sie für diese 3 Minuten ungefähr 8 Wochen gebraucht hatten, bis es einigermaßen saß und dass diese Fechtszenen jeden Abend von der zuständigen Besetzung geprobt wurden. Nach ca. einer halben Stunde war leider auch das vorbei. Allerdings waren wir zu K.O. von den vorherigen Eineinhalbstunden anstehen, um uns nochmal an die riesengroße Schlange zur Autogrammstunde mit Ethan Freeman und Ann Christin Elverum anzustellen, zumal wir es wirklich sehr, sehr schade fanden, dass ausgerechnet Pia Douwes, auf die wir am meisten gewartet hatten, krank war und so beschlossen wir, das zumindest Teilweise am Abend an der SD nachzuholen, da wir ohnehin in das Stück gegen würden. Kurzum fuhren wir auch für zwei Stunden wieder nach Hause, um was zu essen und uns etwas zu erholen.

Unser Fazit für den TdoT war: Die Shows waren toll und mehr als nur interessant, ein Blick hinter die Kulissen würde ich jedem Musicalfan einmal raten, die Angebote aber ein wenig lasch, besonders was Erwachsene anging, da die Meisten sicher nicht auf Luftballondegen oder Bullenreiten standen (zumal uns die Musketier-Musik gefehlt hat und wir irgendwann angefangen haben selber zu singen) und die Autogrammstunden viel zu kurz, da nicht einmal die Hälfte deren, die sich angestellt hatten, eines bekommen hatten. Das hätte man besser organisieren können.
Ansonsten war es aber ein toller, aber sehr anstrengender Tag.