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Tanz der Vampire - Musical und Film

der große kleine Unterschied

von Conny Schmidmeier Tanz der Vampire – Vergleich Musical und FilmVampire. Gefühlslose Wesen ohne Seele. Weder tot noch lebendig. Ihr Lebenselixier Blut - Ihr Todesurteil Weihwasser, Tageslicht, Holzpflöcke, Kreuze und Knoblauch. Schon seit Jahrhunderten sind das die üblichen Klischees, die man erwähnt, wenn man über Vampire spricht. Auch Roman Polanski, ein damals 34-jahre alter polnischer Filmregisseur, bediente sich diesem Mythos in seinem 1967 erschienenen Werk "Dance of the Vampires", der aber auch unter dem Namen " The Fearless Vampire Killers" oder zu deutsch "Tanz der Vampire" bekannt ist. Polanski jedoch will nicht den Vampir als Horrorgestalt darstellen, sondern als ein Wesen, dass ebenfalls leiden und lieben kann und stellt dies mit großem Humor zu Schau. Er drehte ein neue Art von Gruselfilmen...unheimlich komisch sollte er sein. So überzeugte der Film damals schon, nicht nur durch seine Komik, sondern auch durch seine einfache Handlung. Das daraus fast dreißig Jahre später ein Musical entstehen könnte, daran dachte allerdings keiner. Polanski bricht in seinem Kultfilm mit den alten Klischees, so z.B. wirkt ein Kreuz nicht bei "jüdischen Vampiren". Und auch wie die SZ-Filmkritikerin Martina Knoben sogar noch ausschmückte "Dass Vampire keinen Knoblauch mögen, dass sie Kreuze verabscheuen und im Tageslicht verdampfen - Polanski konnte mit diesen Versatzstücken spielen, sie veralbern, sie allzu wörtlich nehmen. Ein Kreuz beispielweise hilft bei ihm nur gegen ehemals christliche, gläubige Vampire und die Wirkung des Knoblauchs beruht auf seinem libidotötenden Gestank". 1997 wurde diese Komik und Handlung, mit der Musik von Jim Steinman und Michael Kunze, zu einem der Musicals des Jahrzehnts entwickelt. Und wieder begegnen einem der trottelige Professor Abronsius, den naiven Alfred, die freiheitssehnsüchtige Sarah, sowie den Vampirgrafen von Krolock, der sich nach Liebe und dem Leben sehnt und dennoch voll in seiner Rolle als Finsterling aufzugehen scheint. Alles in allem kann man sagen, dass aus dem 60er Jahre Film mit mittelmäßiger Ton- und Bildqualität ein echter Welthit geworden ist, der seit über einem Jahrzehnt Jung und Alt fasziniert und jeden in die dramatische Welt Transilvaniens führt. In die Welt der Vampire, aber auch in die Welt des Leben, Leidens und Liebens. Bilder: (Copyright: Stage Entertainment)