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Der König der Löwen

von Anika Merten

Der "König der Löwen" ist einer der erfolgreichsten Zeichentrickfilme aller Zeiten. Als er Mitte 1994 auf den Markt kam spielte er Millionen ein, so dass man ihn Ende 1994 aufgrund großer Nachfrage und des Erfolges ein weiteres Mal in die Kinos brachte.
Dabei rechnete man damals gar nicht mit solch einem erfolgt und der König der Löwen war nur ein zweitrangiges Projekt. An erster Stelle stand damals "Pocahontas", von dem man sich mehr erhoffte. Gemessen an den Erfolgen von "König der Löwen" floppte dieser Film jedoch.
Besonders beliebt wurde der Film auch aufgrund seiner passenden Filmmusik, die von Hans Zimmer komponiert wurde und auch die Lieder von Elton John, "Circle of Life" und "Can you feel the love tonight", waren einfach perfekt, was auch wohl ein Grund für die Produktion des Musicals gewesen sein dürfte.
Natürlich überzeugte der Film nicht nur aufgrund der Musik, sondern auch durch seine Handlung. Der kleine Simba wird als Sohn von Mufasa, dem König der Löwen, und Sarabi geboren. Er hat eine glückliche Kindheit mit seiner Freundin Nala un freut sich schon der Nachfolger seines Vaters zu werden, der sein größtes Vorbild ist und ihn einiges lehrt, wie zum Beispiel den ewigen Kreis des Lebens. Nur sein Onkel Scar gönnt ihm dies nicht, spielt jedoch den lieben und verständnisvollen Onkel. Er stellt ihm eine Falle nach der anderen. Zuerst erzählt er ihm von einem Elefantenfriedhof, weil er weiß, wie wissbegierig und naiv das kleine Löwenjunge ist. Und tatsächlich macht sich Simba mit Nala auf den Weg dorthin nachdem sie ihren Begleiter Zazu, einen Nashornvogel, abgehängt haben. Dort lauern Scars Hyänen schon auf die beiden, doch Mufasa kann sie in letzter Sekunde noch verjagen. Er hält Simba natürlich eine Moralpredigt, doch danach ist das Verhältnis zwischen Vater und Sohn noch inniger als zuvor. Scar ist natürlich wütend und versucht diesmal persönlich Simba in die Falle zu locken. Er macht einen Spaziergang durch eine Schlucht und lässt ihn dann dort alleine zurück. Die Hyänen treiben eine Gnu-Herde in die Schlucht und Simba klammert sich an einem Ast fest um nicht mitgerissen und niedergetrampelt zu werden. Wieder will Mufasa ihn retten doch diesmal schafft er es grade noch sich selbst an einem Felsvorsprung zu retten, doch Scar erscheint und statt seinem Bruder zu helfen, stürzt er ihn in die Schlucht. Simba läuft, nachdem die Herde fort ist, einsam durch die Schlucht und findet seinen Vater tot vor. Scar erscheint und redet ihm ein, er trage die Schuld am Tod des Königs und sollte lieber fliehen. Verschreckt tut Simba dies und Scar hetzt ihm seine Hyänen ein weiteres Mal auf den Hals. Simba kann jedoch entkommen und die Hyänen erzählen Scar, sie hätten Simba getötet. Simba bricht auf seiner Flucht erschöpft in der Wüste zusammen, wo er von Timon und Pumbaa gerettet wird. Er führt ein unbeschwertes Leben und versucht alles, was geschehen ist, zu vergessen und lebt wie Timon und Pumbaa nach dem Motto "Hakuna Matata". Doch eines Tages taucht eine Löwin im schönen Dschungel auf, die Jagd auf Pumbaa macht. Simba verteidigt seinen Freund und erkennt in der Löwin Nala. Sie verbringen eine glückliche Zeit zusammen und Nala bittet ihn zurückzukommen und erzählt ihm von Scars tyrannischer Herrschaft vor der sie geflüchtet ist. Simba kann sich dies nicht vrostellen und lehnt ab, da er immer noch glaubt die Schuld am Tod seines Vaters zu tragen. Der weise Affe Rafiki kann ihn jedoch überzeugen zurückzukehren und Simba macht sich auf den Weg. Was er vorfindet ist jedoch nur ödes Land, bewohnt von den Hyänen mit Scar als Herrscher und Sarabi und ihren Löwinnen als Sklavinnen. Simba tritt gegen Scar an, wobei dieser ihn vor den Löwinnen als Mufasas Mörder darstellt. Es zieht ein Gewitter auf und durch die Blitze entstehen große Feuer. Der Kampf zwischen Onkel und Neffe beginnt und als Scar Simba schließlich an derselben Position hat, wie einst Mufasa und er ihn umbringen will, gesteht er Simba, dass er Mufasa tötete. Durch diese Erkenntnis gewinnt Simba neue Kraft und schafft es sich zu befreien und Scar niederzuringen. Er zwingt ihn den Mord an Mufasa vor den Löwinnen zu gestehen. Nach dieser Nachricht gibt es kein Halten mehr, die lang unterdrückten Löwinenn stürzen sich wütend auf die Hyänen und es kommt zu einem großen Kampf. Simba treibt Scar in die Enge und dieser bezeichnet feige die Hyänen als die wahren Bösewichte. Simba kann ihn nicht töten und befiehlt ihm zu fliehen und nie wieder zurück zu kommen, wie er es ihm einst befahl. Als Simba sich jedoch entfernt, stürzen sich die Hyänen auf Scar, wütend über dessen Verrat. Schließlich wird Simba zum rechtmäßigen König gekrönt und der Film endet, wie er begonnen hat: mit einem Löwenbaby! Diesmal jedoch von Simba und Nala.
Bei diesem Film ist für jeden etwas dabei, es gibt die traurige Szenen (z. B. Mufasas Tod), ein wenig gruselige Szenen (z. B. Der Elefantenfriedhof), glückliche Szenen (z. B. Rafiki präsentiert Simba), lustige Szenen (z. B. Timon und Pumbaa). Jeder kann die Gefühle des kleinen und großen Simba nachvollziehen, trauert und freut sich mit ihm bis zum großen Happy End. Eigentlich ist es ein Kinderfilm, doch die vielen kleinen Botschaften, die dort versteckt enthalten sind, beziehen sich auf alle Menschen.