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Elisabeth, die schönste Frau der Welt

Der Schönheitskult der Kaiserin und wie er im Musical dargestellt wird

von Anika Schönheitskult im Musical Elisabeth Die meisten kennen Elisabeth aus den Sissi-Filmen, gespielt von der wunderschönen Romy Schneider, doch auch zu ihren Lebzeiten galt sie als eine der schönsten Frauen der Welt, was sie dafür alles tat und wie sie sich freiwillig quälte, möchte ich in diesem Artikel berichten und auch wie dieses Thema im Musical behandelt wird!

Kaiserin Elisabeths Schönheit entwickelte sich erst in den 1860er Jahren, als Kind schrieb selbst ihre Mutter in einem Brief, dass Sisi nicht einen hübschen Zug hätte.
Besonders liebte sie ihre Haare, es reichte ihr bis zu den Fersen und war Kastanienbraun. Kaum jemand hatte so gesundes und kräftiges Haar wie die Kaiserin, was auch der besonderen Pflege zu verdanken ist (alle drei Wochen wurden ihre Haare mit kostbaren Essenzen, bevorzugt Kognac und Ei, gewaschen). In dieser Zeit war Elisabeth für niemanden zu sprechen und der Vorgang dauerte meist mehrere Stunden. Im Musical wird darauf im Lied "Unsre Kaiserin soll sich wiegen" deutlich, allerding werden hier nicht nur ihre Haare gepflegt sondern auch der Rest ihrer äußerlichen Erscheinung. Die Wichtigkeit dieser Haarpflege für Elisabeth wurde darin deutlich, dass ihre Laune in gewisser Weise von den Künsten der Friseurin abhängig war, sie musste ihr nach dem Kämmen immer zeigen wieviele Harre sie ausgerissen hatte. 1863 entdeckte Elisabeth Fanny Angerer, sie war Friseurin am Burgtheater und ihre Frisuren fielen bvesonders auf da sie sehr kunstvoll waren, also warb Elisabeth sie ab und hatte von da an immer die kompliziertesten Frisuren. Auch Fanny musste der Kaiserin immer den Kamm zeigen und bei ihr war selten ein Haar im Kamm, da sie einen Trick hatte: Sie hatte unter ihrer Schürze ein Klebeband, an dem sie die Haare schnell verschwinden ließ. Wie wichtig Fanny für die Kaiserin wurde, sah man daran, dass sie keine offiziellen Termine wahrnahm, wenn sie nicht von Fanny höchstpersönlich frisiert wurde.

Elisabeth war sehr dünn, sie wog bei einer Körpergröße von 172cm ca. 50kg udn hatte eine Wespentaille (50cm). Zu den Mahlzeiten aß sie generell wenig und da die Tafel mit dem Verlassen der Kaiserin oder des Kaisers aufgehoben wurde, wurde selten jemand wirklich satt. Es war jedoch nicht nur dieses ständige Hungern uznd die ewigen Diäten die sie schlank hielten, nein, sie hatte in allen Häusern oder Palästen, die sie regelmäßig besuchte, einen eigenen Turnraum. Im Musical ist dies nur sehr kurz dargestellt und für Personen, die das Musical nicht kennen, kaum wahrnehmbar. Im Lied "Maladie" liegt sie bewusstlos unter den Turnringen, nachdem sie einen Schwächeanfall hatte, angeblich durch eine Geschlechtskrankheit die ihr Franz-Joseph übertragen haben soll, aber dies konnte nie bewiesen werden. Ihre Schwiegermutter Sophie befürwortete zwar ihren Haarkult und auch sonst ihre Pflegemaßnahmen, ihre Turnübungen lehnte sie jedoch strikt ab, so etwas gehörte sich nicht für eine Dame von Stand, wobei man hinzufügen muss, dass Sophie auch Elisabeths Angewohnheit viel zu Lesen für nicht standesgemäß hielt.
Was auch zur Erhaltung ihrer Figur beigetragen hatte, war das Reiten. Sie war schon immer eine begeisterte Reiterin, aber erst um 1870 trainierte sie immer härter und nahm an ungarischen Parforcejagden teil. 1875 bereiste sie England um dort an den Reitjagden teilzunehmen, da sie sich in Ungarn nicht mehr genügend gefordert fühlte. Ihr Pilot war Bay Middleton, zu der Zeit ein erfolgreicher Reiter, welcher jedoch hart überredet werden musste der Pilot einer, wie er meinte, unbegabten Monarchin zu sein. Er wurde jedoch eines besseren belehrt, da Elisabeth alles was sie tat bis zur Perfektion beherrschte, dies erfordete eine strenge Disziplin. Eine kurze Szene im Musical erzählt von dieser Reitleidenschaft. Lucheni und einige andere sind Zuschauer bei einer ihrer Jagden und verfolgen gespannt den Verlauf und berichten dem Zuschauer was passiert, da Elisabeth selber nicht gezeigt wird.
Sie galt als "beste Reiterin der Welt" musste den Reitsport 1882 aufgegeben, da Rheumatismus bei ihr diagnostiziert wurde.
Jetzt begann sie mit ihren Gewaltmärschen. Gewaltmärsche bedeutet, dass sie bis zu 7 Stunden in flotten Tempo umherwanderte. Dies war auch der Grund, weshalb die Hofdamen nach neuen Kriterien bestimmt wurden, nämlich sportlich und jung, damit sie sie auf diesen Wanderungen begleiten konnten.

Trotz aller Warnungen der Ärzte lebte Sisi weiter mit ihren Hungerkuren, Diäten und extrem viel Sport, dies führte dazu, das ihr Gesicht mit der Zeit ziemlcih ensttellt war, deswegen ließ sie sich auch nicht mehr fotografieren udn trug immer einen Fächer oder Schirm bei sich um sich vor Fotografen zu schützen. Es gibt einen Bericht zweier Kinder denen sie sich bei einem Spaziergang gezeigt haben soll, diese berichten, wie eingefallen und faltig ihr Gesicht gwesen wäre. Diese entstellun ist ebenfalls kurz im Musical angesprochen als Lucheni Elisabeth ihr Spiegelbild zeigt und diese erschrocken davon läuft, vor ihrer eigenen Erscheinung an der sie letztendlich selber Schuld ist.


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