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Rudolf von Österreich-Ungarn im Musical

Wer war der Kronprinz und warum begann er Selbstmord?

von Katharina Zebic Rudolf von Österreich-Ungarn im Musical Rudolf, Kronprinz von Österreich - Ungarn (Geboren 21. August 1858; Gestorben 30. Jänner 1989), Sohn von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph, hatte es von Anfang an nicht leicht in seinem Leben.
Auf Wunsch seines Vaters wurde Graf Condrecourt als sein Erzieher bestimmt. ER weckte das Kind nicht selten mit Pistolenschüssen, ließ ihn im Regen exerzieren und schickte ihn auf die Jagd.
Dabei interessierte sich der sensible Junge eher für Naturwissenschaften als für das Militär. Erst durch das Eingreifen seiner Mutter bekam er einen neuen Erzieher, Graf Latour, der seine naturwissenschaftlichen Neigungen förderte.
Später stand Rudolf im Gegensatz zu seinem Vater eher auf der Seite der Deutschliberalen und Ungarn. Weiters schrieb er anonyme Artikel, in denen er sich gegen das Kaiserhaus wendete.
1881 heiratete er Prinzessin Stephanie von Belgien, auf Druck seiner Eltern hin. Es war eine Ehe arrangiert von den Eltern, nicht mehr und nicht weniger.
Rudolf litt unter Stimmungsschwankungen, bekam Morphium und fühlte sich von seinen Eltern allein gelassen.
In der Nacht vom 29. auf den 30 Jänner 1889 nahm sich Rudolf durch einen Kopfschuss das Leben.
Rudolf von Österreich-Ungarn im Musical Die 17 Jährige Baronesse Mary Vetsera, die sich ebenfalls bei Rudolf befand, wurde vermutlich davor von dem Kronprinzen erschossen. Jedoch ist bis heute nicht ganz geklärt, was in jener Nacht wirklich in Mayerling geschah,,,
Warum Kronprinz Rudolf schlussendlich Selbstmord beging?
Die Wurzeln dafür liegen vermutlich bereits in seiner Kindheit, in der er kaum Liebe und Anerkennung von seinen Eltern erfuhr. Er fühlte sich stets unverstanden und teilte nicht die politischen Einstellungen seines Vaters. Der Kaiser zeigte ihm deutlich, dass er Rudolf nicht als würdigen Nachfolger empfand.
Im Königreich Österreich - Ungarn sah er keine Zukunft und seine Ehe war von Anfang an zum scheitern verurteilt.
Alles Umstände, die ihn im Jänner 1889 vermutlich in den Selbstmord trieben, da er für sich keinen Ausweg mehr sah.

Im Musical „ Elisabeth“ spielt Rudolf eher eine kleinere Rolle, dennoch werden auch hier seine Probleme deutlich.
Bereits die Szene, in der Rudolf seine Mutter besuchen will, er sie aber nicht sehen darf weißt auf eine strenge Erziehung des Kronprinzen hin.
Bei „ Mama, wo bist du?“ zeigt der kleine Rudolf, wie alleingelassen er sich fühlt und sich nach Zuwendung von seiner Mutter sehnt.
In der Szene, in der Franz Joseph seinen Sohn, aufgrund seiner journalistischen Tätigkeiten kritisiert, wird deutlich, wie gespannt das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist.
Sein letzter verzweifelter Hilferuf in „Wenn ich dein Spiegel wär“ zeigt keine Wirkung, Elisabeth hat sich schon lange von ihm abgewendet.
Im Mayerling Walzer ist der Tod derjenige, der Rudolf die Pistole an den Kopf hält und ihn so von seinem Leid erlöst.

Im Februar 2009 soll das Musical „Rudolf - Der letzte Kuss“, das sich mit dieser Thematik beschäftigt, seine Premiere im Wiener Raimundtheater feiern.


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