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Prinzessin Ludovika Wilhelmine im Musical Elisabeth

Sie hatte das Leben ihrer Tochter Elisabeth anders geplant

von Anika Ludovika wurde am 30. August 1808 in München geboren und war das 12. von 13 Kindern von Maximilian I. von Bayern, die letzten acht Kinder hatte er mit seiner zweiten Gattin Prinzessin Karoline Friederike Wilhelmine. Ludovika und auch Erzherzogin Sophie, die Mutter Kaiser Franz-Josephs, waren die beiden jüngsten, die das Erwachsenenalter erlebten.
Ludovika hatte die schlechteste Heiratspartie mit Herzog Max Joseph in Bayern der Schwestern bekommen, während ihre Schwestern alle Königinnen wurden, wurde sie lediglich eine Herzogin in Bayern, worüber sie sehr enttäuscht war. Die Ehe verlief nicht glücklich. Max hatte viele Affären und auch viele uneheliche Kinder, außerdem konnte er sein Junggesellendasein nicht aufgeben und reiste immer noch durch die Weltgeschichte als hätte er keine Familie um die er sich sorgen müsste.
Besonders durch Kaiserin Elisabeth wurde man auf diesen Zweig der Wittelsbacher aufmerksam.
Ludovika versuchte ihre Töchter in bessere und angesehnere Adelshäuser zu verheiraten als es bei ihr der Fall war. Ihre älteste Tochter Helene sollte sich eigentlich mit dem Kaiser von Österreich verloben, dieser hatte jedoch nur Augen für ihr 15-jährige Schwester Elisabeth. Als Franz-Joseph schließlich über seine Mutter bei Ludovika um Sisis Hand anhielt, wurde der Plan geändert. Hauptsache war eine ihrer Töchter bekam den Kaiser. Im Musical ist im Lied "Schön euch alle zu sehen" deutlich, wie stolz Ludovika ist, dass Helene den Kaiser heiraten soll und auch in dem Lied "So wie man plant und denkt" singt sie: "Er nimmt eine meiner Töchter!" Das dies nicht Helene ist scheint ihr egal zu sein.
Man darf sich Ludovika jedoch nicht als skrupellose Frau vorstellen, da sie wie viele Mütter in dieser Zeit handelte, die nur das beste für ihre Töchter wollten. Der Kaiser wollte das Sisis ihre Entscheidung alleine trifft uhnd sich nicht gezwungen fühlen sollte sich mit ihm zu verloben, ob dies wirklich der Fall war, ist fraglich. Ludovikas Antwort auf die Frage, ob es wirklich Sisis Wunsch war, war immer "dem Kaiser von Österreich gibt man keinen Korb!".
Als es dann zur Hochzeit hinging, bekam auch sie immer mehr Angst, dass ihre junge Tochter den neuen Aufgaben nicht gewachsen sei und bat um eine Verschiebung des Hochzeitstermins auf den jedoch nicht eingegangen wurde.
Ludovika hatte immer zu ihrer Schwester Sophie aufgesehen und tat alles um Sophie nicht zu verärgern. Ein Beispiel ist Sisis erste Schwangerschaft. Ludovika war zur Geburt der kleinen Sophie nicht anwesend, wie es eigentlich üblich war und gerade in diesem Moment hätte Sisis sie schließlich gebraucht. Es wird vermutet, dass sie ihre Schwester nicht eifersüchtig machen wollte, indem sie bei der Geburt half. Erst zwei Jahre nach ihrer Hochzeit sah Elisabeth ihre Mutter bei einem Besuch in Possenhofen wieder.
Generell kann mans agen, dass Ludovika ein Familienmensch war. Als ihre Kinder erwachsen waren, kamen sie alle oft ihre Mutter besuchen und es kam zu ganzen Familienversammlungen, besonders in Zeiten der Trauer hatte sie immer ein offenes Ohr für ihre Kinder und sogar für Sophie, die nach dem Mord an ihrem Lieblingssohn Maximilian Erholung brauchte. Lediglich Herzog Max wollte lieber seine Ruhe haben.
Im Musical ist sie nur in wenigen Szenen des ersten Aktes auf der Bühne zu sehen und man sieht lediglich ihren Stolz bei der Verkündung des Treffens von Helene und Franz-Joseph, sowie ihre Freude als er sich für eine ihrer Töchter entscheidet, auch wenn es eigentlich die falsche war. Desweiteren kann man noch ihre Besorgnis um Elisabeth sehen, als diese von der großen Schaukel gestürzt (oder beim Klettern heruntergefallen) war und ohnmächtig vom Tod in ihr Bett gebracht wird.


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