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Luigi Lucheni im Musical Elisabeth

Mörder mit Stil oder gesetzloser Irrer?

Von Anika Luigi Lucheni im Musical Elisabeth Man könnte es makaber nennen, dass der Mann, der uns durch das gesamte Musical führt und uns die Kaiserin vorstellt, gleichzeitig ihr Mörder ist. Gekannt haben sich die beiden im wirklichen Leben nicht. Lucheni suchte sein Opfer willkürlich aus nachdem sein geplantes Opfer der Prinz von Orleans nicht in Genf erschien, sondern seine Reisepläne kurzfristig änderte, dies rettete ihm das Leben. Lucheni hatte gewisse Kriterien, die Elisabeth erfüllte: Prominent und Aristokratin. Sein Ansporn zu dieser Tat, war ein Zeichen für die Anarchie zu setzen. Er erfuhr erst kurz vor der Tat, dass sie in der Stadt war. Sie reiste unter ihrem üblichen Pseudonym, der Gräfin von Hohenembs, nur leider war sie in dem Hotel bekannt und ein Angestellter gab die Nachricht an eine Zeitung weiter, die natürlich groß die Anwesenheit der Kaiserin bekanntgab. Lucheni tötete sie mit einer Feile. Vorher hatte er sich anatomisches Wissen angeeignet, wo genau sich das Herz befindet, und er traf genau. Die Kaiserin bemerkte zunächst nichts und auch ihre Hofdame Gräfin Irma Sztâray, hatte die Feile nicht gesehen. Sie gingen weiter und einige hundert Meter später wurde Elisabeth auf einem Schiff auf dem Genfer See ohnmächtig. Ein letztes Mal erwachte sie in den Armen ihrer treuen Hofdame und fragte, was denn eigentlich geschehen sei. Dies waren ihre letzten Worte. Sie wurde erneut bewusstlos und starb wenig später in ihrem Hotelzimmer. Eine Obduktion der Leiche in Wien ergab, dass die Feile durch die Lunge und das gesamte Herz drang. Es war ein langsamer, jedoch schmerzfreier Tod. Sie starb am 10. September 1898 im Alter von 60 Jahren an den inneren Blutungen dieser Tat. Am 16. September wurde sie in der Kapuzinergruft beigesetzt.
Im Musical ist Lucheni eine Art Erzähler. Er stellt Elisabeth vor und kritisiert alle ihre Taten mit viel Ironie. Man merkt deutlich wieviel er von der Monarchie hält, nämlich rein gar nichts. Elisabeth ist für ihn eine vollkomen egoistische Frau, die sich nur wenn es ihrem eigenen Nutzen dient, für etwas einsetzt. Damit hat er nicht ganz unrecht. Ihr ganzes Leben bestand aus dem ewigen Kampf sich zu befreien und keine Verpflichtungen mehr zu haben. Allerdings entwickelte sich dieser Charakter erst richtig am Wiener Hofe, der für sie wie ein goldener Käfig war. Seine Tat befreite sie eher, da sie sowieso eine Todessehnsucht hatte und einfach lebensmüde war. Die Todessehnsucht wird im Musical vom Tod verkörpert, der sie wie ein Liebhaber die ganze Zeit umgarnt. In der letzten Szene bekommt der Tod dann auch endlich seine Geliebte. Im Musical ist der Tod der Auftraggeber für diesen Mord an der Kaiserin. Sie gestehen sich nach der Tat gegenseitig ihre Liebe und Elisabeth ist glücklich über ihre Erlösung von diesem grauenvollen Leben, das nun hinter ihr liegt, und will nur noch eins: Vergessen. Der Tod gibt ihr den Todeskuss und nimmt sie mit sich in sein Reich. Das letzte, dass der Zuschauer zu sehen bekommt ist, wie Lucheni sich erhängt.
In der Wirklichkeit wurde er 2 Monate nach dem Mord zu lebenslanger Haft verurteilt. Dies passte ihm gar nicht, da sein Plan mit seinem eigenen Tod enden sollte, als Märtyrer. Deshalb erhängte er sich 1910 in seiner Zelle.




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