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Kaiserin Elisabeths Leben am Hof

Sie passt nicht hierher!

von Alexandra Funk Kaiserin Elisabeths Leben am Hof Wie im Musical „Elisabeth“ von Sylvester Levay gut umgesetzt, war die Kaiserin Elisabeth eine freiheitsliebende Persönlichkeit, die sich von niemandem einsperren lassen wollte.
Um dies zu erklären, muss ich ein bisschen weiter ausholen.
Elisabeth wurde in Possenhofen geboren, wo sie ein freies Leben führte, dass kaum etwas mit dem gesitteten und geziemten Leben am Hofe in Wien zu tun hatte. Auch wurde nicht „Sisi“ zur Kaiserin erzogen, wie etwa ihre Schwester Helene, die als Kaiserin von Österreich vorgesehen war.
Doch, wie bestimmt die meisten von euch wissen, wurde nicht Helene die Kaiserin, sondern Sisi, da sich der Kaiser Hals über Kopf in Elisabeth verliebt hatte. Der freiheitsliebenden Elisabeth widerstrebte das Hofzeremoniell, welches von ihrer Schwiegermutter strikt durchgeführt wurde.
Da Sisi große Angst vor ihrer Schwiegermutter hatte, wagte sie es nicht ihr zu widersprechen. Hier findet sich der erste Unterschied zu Sylvester Levay's Hitmusical. Im Musical schafft es Elisabeth, nun wirklich ziemlich gut, sich gegen ihre Schwiegermutter Sophie durchzusetzen.
In der Realität begann Elisabeth, die immer mehr als Außenseiterin bekannt wurde, sich in Gedichte und Träume an ihre Heimat Possenhofen zu flüchten.
Kaiserin Elisabeths Leben am HofZeit ihres Lebens schaffte es Elisabeth nur zwei Mal sich gegen Sophie aufzulehnen, in dem sie eine Reise nach Ungarn plante, auf welche sie ihre beiden Töchter Sophie und Gisela mitnahm. Als die zweijährige Sophie auf der Reise allerdings verstarb, machte Sophie Elisabeth dafür zum Sündenbock. Sisi gab auf und flüchtete sich einmal mehr in die Einsamkeit.
Einige Jahre später, als Elisabeth viel durch Europa gereist war und selbstsicherer nach Wien zurückkehrte, erfuhr sie mit Schrecken, von der Erziehung ihres Sohnes Rudolf, der auf eine Militärschule geschickt worden war. Diesen Moment aus Elisabeths Leben greift auch Sylvester Levay in seinem Musical auf. Denn auch in der Wirklichkeit stellte Elisabeth ihrem Mann Franz Joseph ein Ultimatum, mit dem Wunsch ihre Kinder nach eigenem Willen erziehen zu dürfen. Franz Joseph entschied sich, genau wie im Musical, für seine Frau.
Auch die Reisen, die Elisabeth unternahm, werden im Musical grob angeschnitten, was ich persönlich gar nicht so schlecht finde. Auch sie, könnten so in etwa abgelaufen sein. Im Alter unternahm Elisabeth mehr Reisen als je zuvor, und hastete rastlos von einem Ort zum anderen. Alles in Allem, finde ich, dass das Thema: Elisabeth, die Außenseiterin am Wiener Hof, sehr gut umgesetzt wurde. Das Musical beinhaltet die wesentlichen Punkte aus Elisabeths Leben am Hof, auch wenn es ihren Charakter ein wenig verändert, was mich persönlich nicht wirklich stört, da mich das Musical, die Musik und die Darsteller sowieso in ihren Bann reißen, wenn sich der Vorhang hebt...



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