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Die Schicksalsschläge im Leben Kaiserin Elisabeth und wie sie im Musical dargestellet wird

Leicht hatte sie es nie...

von Anika In ihrem Leben hatte die Kaiserin einige Dinge zu verkraften. Es sind soviele, weshalb ich in diesem Artkel nur die gravierendsten ansprechen werde.

Am schlimmsten für jede Mutter ist es ihr Kind zu verlieren. Man macht sich schon genügend Selbstvorwürfe und ist traurig, in Elisabeths Fall war es noch schlimmer: Auf einer Reise in Ungarn erkranken ihre beiden Töchter Gisela und Sophie. Gisela ist schnell wieder auf dem Damm. Sophie kämpft jedoch mit der Krankheit, die zunächst fälschlicherweise als eine Nebenwirkung vom Zahnen diagnostizert wird, tatsächlich ist es jedoch Typhus. Im Alter von 2 Jahren stirbt sie 1857 in den Armen ihrer Mutter. Elisabeths Schwiegermutter war von Anfang an dagegen die Kinder mit auf die Reise zunehmen doch Elisabeth setzte sich durch. Erzherzogin Sophie hielt ihr diese Tatsache auch immer wieder vor wenn es um Meinungsverschiedenheiten bei der Kindeserziehung ging. Elisabeth zog sich sehr zurück, fing an zu kränkeln und wurde depressiv. Sie überließ von da an die Erziehung der Kinder ihrer Schwiegermutter und begann erst nach Jahren wieder Versuche ernsthaft bei der Erziehung Mitspracherecht zu bekommen. Diese traurige Ereignis wird im Musical auch so dargestellt. Kaiser und Kaiserin gehen mit besorgtem Blick über die Bühne und werden dabei von Ungarn beobachtet. Kurz darauf erscheint der Tod mit der Kinderleiche Sophies und Elisabeth schreit entsetzt auf und kann diesen Verlust kaum fassen. Sie verflucht den Tod und will ihn nie wieder sehen. Seine Antwort darauf ist das Lied "Die Schatten werden länger (slow)", indem der Tod ihr klar macht, dass sie ihn braucht und ihn mehr liebt als den Mann an ihrer Seite.

Der nächste Todesfall war 1886. Ihr "seelenverwandter" Cousin Ludwig II, König von Bayern wurde für verrückt erklärt und seines Amtes enthoben. Wochen später wurde seine Leiche im Starnberger See gefunden. Er war ertrunken oder hatte sich selbst ertränkt. Dieses Ereignis ist bis heute äußerst mysteriös und konnte nie ganz aufgeklärt werden. Elisabeth litt sehr unter diesem Verlust, wenn auch nicht so sehr wie unter dem von Sophie. Sie fantasierte und erzählte ihrer Tochter Marie Valerie, das sie mit Toten kommunizieren könnte. So zum Beispiel mit ihrem Lieblingsdichter heine, der ihr die Gedichte diktiert, die sie niederschrieb und auch Ludwig soll ihr begegnet sein und hat ihr von seinem Tod erzählt. Im Musical wird der Tod Ludwigs nicht genauer beleuchtet, allerdings wird dargestellt wie sie mit ihrem Vater im Jenseits redet ("Wie du (reprise)"). Dieser starb 1888, allerdings ist sie nicht einmal zu seiner Beisetzung erschienen, da sie zu dem Zeitpunkt ein sehr kühles Verhältnis zu ihm hatte. Seit ihrer Hochzeit sah sie ihren Vater längst nicht mehr so wie sie ihn als kleines Kind gesehen hatte. Alle Männer waren für sie Schurken geworden.

Die Schicksalsschläge im Leben Kaiserin Elisabeth und wie sie im Musical dargestellet wird1889 begeht ihr Sohn Kronprinz Rudolf in seinem Jagdschloss Mayerling mit seiner Geliebten Mary Vetsera Selbstmord. Die Umstände sind ebenfalls äußerst myteriös und bis heute nicht geklärt, da wichtige Dokumente fehlen und einige Zeugen bis zu ihrem Tod über den Vorfall schwiegen oder widerprüchliche Angaben machten. Elisabeth erholte sich nicht mehr von diesem Schicksalsschlag und litt unter schweren Depressionen. Sie trug danach nur noch schwarz. Eine Todessehnsucht machte sich in ihr breit. Das Leben hatte für sie keinen Sinn mehr, dabei hatte sie nie ein richtiges Verhältnis zu ihrem Sohn, obwohl dieser sie bewunderte und verehrte. Im Musical ist dargestellt wie er sie anfleht ihm mit seinen Problemen zu helfen ("Wenn ich dein Spiegel wär"), doch sie weist ihn ab. Kurz danach begeht er Selbstmord und der Tod gibt ihm den Todeskuss ("Mayerling-Walzer"). Mary Vetsera wird in den deutschen Aufführungen gar nicht weiter beachtet. In Wien tragen die Darsteller jedoch, auch der Tod, alle ein schwarzes Kleid, das verdeutlichen soll, dass man an sie gedacht hat.

Am 10. September 1898 wurde Elisabeth in Genf ermordet. Der Anarchist Luigi Lucheni, der im Musical durch das Stück führt als eine Art Erzähler, hat sie miteiner Feile erstochen. Er traf sie direkt ins Herz. Nach diesem Vorfall stand sie jedoch wieder auf und ging weiter, wurde kurz darauf ohnmächtig und ins Hotel gebracht. Dort wachte sie noch einmal auf und fragte, was geschehen sei, ehe sie dann starb. Erst nach ihrem Tod bemerkte man einen roten Fleck an ihrem Kleid und der Einstich wurde entdeckt. Lucheni hatte eigentlich vor den Prinzen von Orleans zu ermorden, da dieser jedoch seine Reisepläne geänderte hatte, fand er heraus das die Kaiserin von Österreich ebenfalls inkognito in Genf unterwegs war und lauerte ihr auf. Sie wurde 60 Jahre alt und ist in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt worden.



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