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Cats

Kleine Straßenkätzchen auch für Kinder geeignet?

Von Conny Schmidmeier
Ein kleines Kätzchen überquert die Straße. Es ist schwarz-weiß gestreift und sieht verwahrlost und herrenlos aus. Ein Kind rennt auf die Katze zu, will sie streicheln, umarmen und am liebsten gleich mit nach Hause nehmen. Eltern jedoch sagen strikt nein, denn eine Straßenkatze kommt ganz sicher nicht in das gepflegte Haus. "Cats" scheint anders zu sein. Bei vielen Familien befindet sich eine Cats-CD oder eine DVD im Schrank und als abstoßend wird es ganz sicher nicht gesehen. Kinder sind aber selbst hier meistens ausgeschlossen. Es heißt Cats ist kein Musical für Kinder. Kleinere sollten keinen falls mit Straßenkatzen und deren Problemen, wie Kriminalität, Verzweiflung und Tod konfrontiert werden.
Das die Texte allerdings einst auf dem englischen Kinderbuch "Old Possum’s Book of Practical Cats" von T.S. Eliot basiert, wissen nur die Wenigsten. Cats ist ein farbenfrohes Musical, faszinierende Bühnenbilder erhellen den Raum, Menschen in Katzenkostümen tanzen wild umher. Schon ohne Musik ist es ein Spektakel. Oberflächlich geht es einfach um eine große Katzenschar, die auf der Londoner Müllkippe leben und deren Highlight im Leben der sogenannte Jellicle Ball ist, an dessen Ende jeweils eine Katze erwählt wird, wiedergeboren zu werden und ein neues Leben zu bekommen. Die Wahl trifft der ältester aller Katzen, Old Deuteronomy. Allerdings wird dieser von dem Schurken Macavity entwürften – dessen Name übrigens eine Anlehnung an den Professor Moriarty ist, der in den Sherlock Holmes Geschichten vorkommt, welches ja bekanntlich auch für Kinder geschrieben ist. Nach langem Suchen und Zaubern, findet man den alten Kater wieder und er entscheidet sich für die schon lange von der Gesellschaft ausgestoßene Katze Grizabella, die nun nach langen Leiden endlich ein neues Leben beginnen darf.
Das es hintergründig um Sozialkritik geht, erfahren Kinder nicht.
Meiner Meinung nach, ist Cats sehr wohl ein Musical für Kinder und das auch bewiesen ist, dass frühmusikalisch geförderte Kinder im Durchschnitt deutlich besser sind als ihre Altersgenossen, ist es überhaupt nicht schädliche junge Mitbürger in die Musicalwelt miteinzubringen und dadurch neue Musicalbegeisterte "erschaffen", sowie neue Leser für die Musical Fanpage