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Die Geschichte der Vergessenen "Miss Saigon"
Die Story des Musicals Muss Saigon
von Conny Schmidmeier
1975 - die letzten Wochen des Vietnamkriegs begannen nach ewigen Zeiten zu enden. Was ursprünglich "nur" ein Bürgerkrieg Vietnams war, indem der kommunistische Norden gegen den antikommunistischen Süden kämpfte, wurde bald zu einem der brutalsten Kriege des Jahrhunderts, als die USA mitmischen wollte und erst durch die Einnahme Saigons durch nordvietnamesische Truppen endete der Krieg und eine Wiedervereinung des Landes folgte. Doch wenn man an diesen Krieg denkt, muss man v.a. an die drei Millionen Todesopfer denken, davon alleine schon zwei Millionen Zivilpersonen. Aber auch die, die überlebten hatten ihr Leben lang hart zu kämpfen und eine dieser Geschichten verarbeiteten Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg zu dem am 20.September 1989 uraufgeführten Musical "Miss Saigon". Es wird die Geschichte der 17jährigen Vietnamesin Kim erzählt, die versucht sich als "leichtes Mädchen" durchzuschlagen, als eine Prostituierte, die offiziell als Bardame in dem Nachtclub "Dreamland" arbeitet. Ende April 1975 fand man dort auch viele der amerikanischen Soldaten, sogenannten GIs. Genauso einer war Chris, der sich sofort von Kims Schönheit und Ausstrahlung angezogen fühlt und sie für eine Nacht kauft. Doch aus dieser Nacht entwickeln sich Gefühle und beide verlieben sich ineinander. Die Liebesgeschichte kann jedoch, wie so oft nicht gut ausgehen, denn die Amerikaner verlassen das Land kurze Zeit später , als Saigon eingenommen wird.
Drei Jahre danach : Kim lebt immer noch in Vietnam, ist jedoch inzwischen Mutter und lebt unter der Diktatur ihres Landes. Sie glaubt immer noch an die Rückkehr von Chris, der nichts von seinem Sohn Tam weiß. Eines Tages taucht Kims Cousin Thuy auf, dem sie als Kind zur Ehefrau versprochen worden war und fordert sein Recht auf eine Heirat ein, Kim jedoch wehrt sich, jetzt wo sie weiß was Liebe ist. Sie zeigt ihm Tam und versucht ihn zu überzeugen, dass sie "wertlos" und schon verbraucht ist. Thuy, außer sich vor Wut, versucht den kleinen Tam zu töten, wird jedoch von Kim davon abgehalten, allerdings aus Notwehr getötet. Nach dieser Tat flieht sie zusammen mit ihrem Kind nach Bangkok, um dort die Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Währendessen in den USA sieht man Chris, der sich ein neues Leben nach dem Krieg aufgebaut hat, geheiratet hat und führt ein bürgerlich normales Leben. In seinem Träumen plagt ihn jedoch immer wieder das schlechte Gewissen Kim alleine zurück gelassen zu haben und so besucht er eine Konferenz über das Schicksal vietnamesisch-amerikanischer Kinder, um wenigstens etwas Nähe zu Vietnam zu haben. Dort spricht man über die, die "Bui Doi" genannt werden und während des Krieges von amerikanischen Soldaten gezeugt wurden und dann zusammen mit ihren Müttern im Stich gelassen wurden. Es wird gezeigt, dass die Geschichte von Kim und Chris keinesfalls selten war und doch wie so oft unter den Teppich gekehrt wurde. Auf dieser Konferenz erfährt Chris auch von seinem Freund John, dass Kim noch lebt und einen Sohn von ihm hat. Er recherchiert und findet tatsächlich heraus, wo sie sich gerade befindet. Zusammen mit seiner Frau Ellen und John fliegt er nach Bangkok. Überglücklich erfährt Kim von seiner Ankunft und glaubt nun, dass nun alles besser werden würde und sich ihr Traum von einer Familie endlich erfüllen wird. Eins jedoch hat sie vergessen, denn Chris ist glücklich verheiratet und als er vor der Entscheidung Kim oder Ellen steht, entscheidet er sich für seine Ehefrau, sowie seinen Sohn bei seiner Mutter zu lassen und beide finanziell zu unterstützen. Kim erkennt, dass sie keine Chance hat eine Familie mit Chris zu gründen, allerdings möchte sie ihren Sohn auch nicht in einer Diktatur aufwachsen sehn und ihn letztendlich auf der Straße landen lassen, wie schon so viele Kinder vor ihm in Vietnam. Sie wünscht sich nur ein behütetes Zuhause für ihn in den USA und so sieht sie nur eine Möglichkeit ihm das zu erfüllen : Sie begeht Selbstmord und stirbt in Chris Armen.
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