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Marie Antoinette
Die Entstehungsgeschichte
von Charlotte Fischer
Marie Antoinette basiert auf dem Roman "Marie Antoinette" des japanischen Schriftstellers Shusako Endo. Er stellte der Herrscherin, die so tragisch zu Fall ging, eine gleichaltrige Spiegelperson aus dem Volk gegenüber. Dieses Spiegelbild verhält sich allerdings komplett andersherum: Marie Antoinette fällt, während die junge Bürgerliche aufstieg.
Micheal Kunze, der sich bereits während seines Studiums mit der Person der Marie Antoinette befasste, wich allerdings, wie er selber zugibt, im Laufe der Arbeit an den Texten und dem Aufbau der Geschichte sehr stark vom Original ab.
Das japanische Werk sei dennoch die Inspiration für das Drama-Musical des Erfolgsduos Kunze/Levay gewesen.
Dabei kannte keiner von beiden das Buch.
Die japanische Toho Company (wir erinnern uns: Diese Produktionsgesellschaft brachte in Japan u.a. Elisabeth in reiner Frauenbesetzung auf die Bühne. Zu vergleichen mit der deutschen Stage Holding.) machte Kunze auf den Roman aufmerksam und "fragte" nach, ob der Stoff nicht ideal für ein neues Drama-Musical wäre.
Eine deutsche Übersetzung wurde für unsere beiden Musical-Wunderkinder angefertigt und die Entscheidung stand fest: Dieser Roman muss vertont werden und auf die Bühne kommen!
Damit machten sich Levay und Kunze an die Arbeit.
5 Jahre dauerte es vom ersten Lesen bis zum probefertigen Stück.
Nachdem feststand, dass der Uraufführungs Ort Tokio in Japan sein würde, was sich auf Grund des Vorlagenromans anbot,musste Levay sich noch einmal hinters Klavier klemmen.
"Für japanischer Versionen braucht man längere Stücke, um den Inhalt rüberzubringen."
Also wurden Levays Melodien verlängert und Kunzes Texte ins japanische übersetzt.
Am 2.November 2006 war es dann endlich soweit:
Die Tokioter standen Kopf wegen Marie Antoinette. Per Lautsprecherdurchsage mussten die jubelnden Zuschauer aus dem Theater getrieben werden.
Ein ziemlich gelungener Einstieg also für das neue Stück. Allerdings auch keine wirkliche Überraschung. Die Japaner lieben Michael Kunze und Sylvester Levay.
Am 30. Januar 2008 werden auch wir Deutschen uns endlich von Levays Musik verzaubern und Kunzes Texten betören lassen.
Das Musical Theater Bremen bringt das Stück unter der Regie von Tamiya Kuriyama, der auch die japanische Originalversion inszenierte, auf die Bühne.
Die Auditions für die insgesamt 35 Rollen endeten am Donnerstag. Jetzt heißt es also auf die Castbekanntgabe warten und sich auf ein tolles Stück freuen!
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