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Rebecca
Rezept für ein Erfolgsmusical
Von Sandra Herbst
Wenn der Roman „Rebecca“ von Daphne Du Maurier bereits den Fünfzehnjährigen Michael Kunze begeistert, ist es nicht verwunderlich das 30 Jahre später Michael Kunze sich erneut in diesem Roman festliest und sich in den sog der Handlung zeihen lässt. Denn nachdem der weltberühmte Liedtexter, Schriftsteller und Librettist Michael Kunze in dem 90er Jahren beim ordnen seiner privaten Bucher-sammlung Daphne Du Mauriers Roman „Rebecca“ wieder fand, lies er sich erneut in den Bann zie-hen. Diesmal jedoch auch unter einem andern Blickwinkel. Denn eins war, dem inzwischen im Genre des Musicals erfolgreichem, Michael Kunze schnell klar, dieser Roman, dem es immer wieder gelang ihn zu fesseln, war die ideale Vorlage für ein weiteres Erfolgsmusical. Das einzige was dem Weg da-hin noch im Wege Stand war die Frage der Rechte an „Rebecca“, doch machte Michael Kunze den Sohn der in den 80er Jahren verstorbenen Daphne Du Maurier in Cornwall aus. Diesen wollte Michael Kunze nun für seine Idee eines Rebecca-Musicals begeistern, doch wie sich dabei rasch herausstellte hatten bereits andere Musiktheater-Autoren versucht den Sohn der Autorin für ihre Vorstellung eines Rebecca-Musicals zu gewinnen, darunter auch sehr namenhafte Persönlichkeiten die sich um die Rechte an Rebecca bemühten.
Doch überzeugten das Team aus Michael Kunze und Sylvester Levay, welcher die Musik komponie-ren sollte, einmal mehr mit ihrer hervorragenden Arbeit, den nach einem Bsuch der Vorstellung des ersten Kunze/Levay-Erfolgsmuscials „Elisabeth“ in Wien entschied sich Daphne Du Mauriers Sohn für das bewährte Team aus Michael Kunze und Sylvester Levay, in der Gewissheit nicht enttäuscht zu werden. Und er hatte Recht mit seiner Gewissheit, denn der Stoff war bei dem Team Kunze/Levay in besten Händen.
So begann die Arbeit an dem Drama-Muscial, in dessen Mittelpunkt eine junge namenlose Frau - das „Ich“ steht. Dieses „Ich“ lernt in Südfrankreich den dort Urlaub machenden Engländer Maxim de Winter kennen und verliebt sich in den englischen Gentleman. Dieser hat vor einem Jahr seine Frau Rebecca bei einem Unfall mit dem eigenen Segelboot verloren, dennoch macht Maxim de Winter dem jungen „Ich“ einen Heiratsantrag, welchen diese annimmt und so als neue Mrs. Winter an der Seite des älteren Ehemanns nach England an das Winter’sche Anwesen Manderley zurückkehrt.
dort ist sie nicht nur mit dem Haushalt mit mehr als einen dutzend Angestellten total überfordert son-dern kommt mit ihrer schüchternen, unerfahrenen Art nicht gegen die eisige Verachtung und unver-söhnliche Feindseiligkeit der Haushälterin Mrs. Danvers an, welche die Alleinherrschaft der bewun-dernswerten Rebecca bis nach deren Tod auf den Anwesen verteidigen will. So wird das junge „Ich“ nicht nur mit ein paar weiteren Komplexen bestückt sondern auch stetig von dem Schatten Rebeccas verfolgt was ihr das Leben als Mrs. De Winter alles andere als leicht. Sogar Maxim de Winter ihr ge-liebter Ehemann, steht ihr in dieser schwierigen Zeit nicht bei, sondern verliert zeitweilen seinen Charme den er zu anfangs des Stückes noch besaß und unterliegt grundlosen Wutausbrüchen.
Dennoch gibt es heitre Momente in dem Musical, wie die lustigen Szenen im Golfclub oder den Kos-tümball, obwohl dieser gleichzeitig wieder von Mrs. Danvers dunkeln Machenschaften überschattet wird. Auch die Treffen mit Maxims wesendlich freundlicher gesinnter Schwester Beatrice machen das ganze für das junge „ich“ wie auch den Zuschauer heiterer.
Doch ein ungewöhnlicher und erschreckender Fund und Maxims darauf folgendes Geständnis, geben dem jungen „ich“ die Kraft und das Selbstbewusstsein, den Kampf gegen Rebeccas scheinbar unbe-siegbaren Schatten aufzunehmen und dem Stück eine Wendung zu geben.
Um dieses Libretto aus Daphne Du Mauriers Roman zu erarbeiten brauchte Michael Kunze fast zwei Jahre, doch dafür kann man sagen, dass es ihm wirklich gelungen ist. Zwei weitere Jahre dauerte die Komisition der Musik von Sylvester Levay. Darauf folgten dann zwei Präsentationen in dem engli-schen London und dem deutschen Essen, Nach dem Workshop in Wien war die Begeisterung an dem neuen Rebecca-Musical nicht mehr zu bremsen, was nicht nur an der grandiosen Story und herausra-genden Musik zu liegen schien sondern auch an dem Dream-Team, das sich während der Arbeit an Rebecca aus der amerikanischen Regisseurin Francessca Zambello, dem englischen Set Designer Peter Davison und dem restlichen Rebecca-Team zusammenschloss.
Zwar war die Premiere des Drama-Musicals Rebecca zuerst für London geplant, doch Anfang 2005 fiel die Entscheidung dann doch auf die Musikstadt Wien als Premiernestadt, für das neuste Meister-werk Michael Kunzes. So wurde Michael Kunzes viertes Drama-Muscial unter der neuen Generalin-tendantin Kathi Zechner an den vereinigten Bühnen Wien am 28. September. 2007 zur Premiere ge-führt und feiert seither Abend für Abend seinen Erfolg.
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