Ticketempfehlungen:
Tanz der Vampire Stuttgart
König der Löwen Hamburg
Wicked Oberhausen
We Will Rock You Stuttgart
Tarzan Hamburg
Musical Noten
Buddy Holly Musical

Buffy „One More with feeling“

Buffy Noch einmal mit Gefühl

von Conny “Buffy - Im Bann der Dämonen“ besser bekannt als eine TV-Serie, als ein Musical. „One More with Feeling“ oder zu deutsch „ Nocheinmal mit Gefühl“ ist das Highlight der sechsten Staffel der Mysteryserie. Doch was behandelt ein Musical einer solchen Serie? Allgemein wird das Leben einer jungen Frau, genannt Buffy Summers, erzählt. Doch sie ist alles andere als gewöhnlich. Denn Buffy ist eine Vampirjägerin - genauer gesagt die Jägerin, denn in jeder Generation wird nur ein einziges Mädchen auserwählt, um die Welt vor Dämonen und anderen Wesen zu schützen. Hilfe erhält sie dabei durch ihre Freunde Willow und Xander, sowie ihren Wächter Giles. Diese Geschichte zog sich erfolgreich bis zur siebten Staffel 2003 durch. In der sechsten Staffel dachte sich Joss Whedon, Schöpfer der Serie, in Zusammenarbeit mit Christophe Beck und Jesse Tobias etwas ganz Besonderes sollte entstehen : ein Musical. Doch wie erklärt man den Zuschauern, dass ihre Stars plötzlich singen und tanzen? Eine Story musste her. Ein Dämon musste her. Ein tanzender und singender Dämon, der mit seinem Fluch die ganze Stadt Sunnydale dazu animiert. Also mussten die Schauspieler wie Sarah Michelle Gellar ( Buffy Summers), Alyson Hannigan (Willow Rosenberg) und u.a. James Masters ( Spike) wochenlang Gesangs - und Tanzunterricht nehmen um den Ansprüchen gerecht zu werden. Alles beginnt wie immer mit einer Ouvertüre, die dann in ein Solostück der Hauptdarstellerin führt. „Going through the motions“ heißt das Stück und behandelt Buffys Gefühle, nachdem sie von ihrer Freundin, der Hexe Willow zurück ins Leben gerufen war, denn für alle nicht Serienfreunde, Buffy starb zu Ende der fünften Staffel und wurde in der darauffolgenden widerbelebt und fühlte sich auf der Erde nun unwohl, so als ob sie hier nicht mehr hingehören würden. Hier beginnt also der ganze Spuck, denn auch die Dämonen und Vampire beginnen zu tanzen. Als auch am nächsten Tag alle das Bedürfnis haben weiter zu singen, wird in „I’ve got a theory“ der Grund dafür gesucht. Jedoch schlägt das ganze bald in „If we’re together“ um, in denen ausgerechnet Buffy ihren Freunden erklärt, wie wichtig es ist nun zusammen zu halten, dann werden sie es schon schaffen. In der nächsten Szene geht alles nur um die Liebe. Die schöne, aufmunternde Liebe, allerdings auch um die schmerzhafte und grausame, die niemand gerne erlebt. Xander Harris, Buffys bester Freund und seine Verlobte Anya Jenkis, ein ehemaliger Rachedämon, liefern sich ein heißes Duett, gemischt mit Komplimenten, jedoch auch mit genügend Beschimpfungen, was sie sich eigentlich geschworen hatten „I’ll never tell“, nie zu sagen. Auch Buffys beste Freundin, Willow und ihre Lebensgefährtin Tara beschwören sich in „Under your Spell“ ihre Liebe. Aber in einer ruhigeren und melodischeren Art und Weise und selbst der Vampir Spike fasst seine Gedanken in „Rest in Peace“ zusammen und erklärt Buffy, solange sie sich gegen ihre gegenseitige Zuneigung wehre, solle sie in einfach in Ruhe lassen. Jede dieser drei Liebesgeschichten hat hier schon ein anderes Ende, denn während Xander und Anya erst einmal in einen Streit geraten, Willow und Tara sich einander hingeben und ihre Liebe deutlich zum Vorschein bringen, rennt Buffy geschockt davon. Um sich abzureagieren trainiert sie mit ihrem Wächter Rupert Giles, der sich in „Standing“ dazu äußert seinem Schützling nur im Weg zu stehen, denn Buffy ist in diesen Zeiten so sehr emotional abhängig geworden, was ihr nur die Rückkehr in den Alltag und die Verarbeitung ihres Traumas - dem Tod, sowie dessen Auferstehung - erschwert. So beschließt er während dieser Ballade Buffy und den USA den Rücken zu kehren und in seine Heimat England zurückzukehren. Zur gleichen Zeit findet Tara heraus, dass Willow ihre Erinnerung an einen Streit durch einen Zauber ausgelöscht hat und wird sich klar, dass die Beziehung ein Ende haben muss. So entwickelt sich für das scheinbar glücklichste Pärchen alles andere als ein Happy End. Es folgt ein kurzes Duett zwischen Giles und Tara, die gemeinsam, aber ohne den anderen wirklich wahrzunehmen, beschließen Buffy bzw. Willow zu verlassen. Doch noch sind nicht alle Hauptpersonen in dieses Musical integriert. Da wäre ja noch Buffys kleine Schwester Dawn, die sich deutlich unter dem Durchschnittalter befindet
und von allen immer weggeschickt wird, wenn es gefährlich wird. Was ursprünglich nur als Schutz gedacht wird, versteht sie eher als Distanzierung ihrer Person und fragt sich „Does anybody really care?“. Plötzlich tauchenseltsame Gestalten auf und bringen sie zu einem rothäutigen Dämon, der es wohl zu verantworten hat, dass die ganze Stadt zu einem Musical geworden ist, doch warum ausgerechnet hier? In „What you feel“ kommt das ganze heraus. Der Dämon möchte Dawn mit in die Unterwelt nehmen und sie dort zu seiner Königin machen, da sie ihn angeblich herbei gerufen haben soll. Durch einen Gehilfen des Dämons, erfährt die Gruppe um Buffy von Dawns Entführung. Nicht wie sonst als Gruppe, sondern alleine Buffy bricht auf um ihre Schwester zu retten. Auf dem Weg dorthin beginnt sie über ihre emotionale Leere zu singen, denn nicht mal wenn sie Feuer berührt, fühlt sie mehr als Kälte. Die Gruppe jedoch realisiert, dass es falsch war, sie alleine losziehen zu lassen und so brechen sie alle auf und singe darüber in „Walk through the fire“. Als Buffy bei dem Entführungsort ankommt, beginnt sie trotzig „Something to sing about“ zu singen und wieder berichtet sie, wie schwer es doch ist zu leben, Als ihre Freunde auftauchen , erfahren sie dabei, dass Buffy im Himmel gewesen war und nicht wie sie angenommen hatten, in einer schlimmen Höllendimension. Doch den Dämon Sweet , gespielt von Hinton Battle, der u.a. auch in „Miss Saigon“ , „The Wiz“ oder in dem 2007 erschienen Film „DreamGirls“ zu sehen war, fasziniert das nicht wirklich. Er will mit seiner zukünftigen Braut in die Hölle fliehen, doch dann stellt sich heraus, dass nicht Dawn diejenige war, die ihn gerufen hatte, sondern Xander. Der Dämon verschwindet daraufhin, nicht in der Absicht, Xander zu seiner Königin machen zu wollen. Nun stimmen alle mit dem Lied „Where do wie go from here?“ ein und fragen sich, wie sich ihr Leben jetzt entwickeln wird. Ein gefühlsvolles Ende. Doch das Highlight folgt noch. Denn „One more with feeling“ wird mit dem ersten Kuss von Buffy und Spike beendet, deren Beziehung die nächsten zwei Jahre ein ständiges Hoch und Tief durchlaufen wird.
Alles in allem hatte Joss Whedon eine fantastische Idee und hat diese auch gut umgesetzt. Die Schauspieler kommen manchmal an ihre Grenzen und man hört teilweise heraus, dass es sich nicht um Profis handelt. James Masters, der die Rolle von Spike spielt und Anthony Stewart Head, zu sehen als Giles, können hier jedoch mit ihrem Können brillieren. Also für alle Musicalfans durchaus hörbar, auch wenn die Story für nicht Buffy-Fans teilweise schwer verständlich sein kann.