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Marie Antoinette
Die Charaktere
von Charlotte Fischer
Die beiden wichtigsten Charaktere des Stückes sind Marie Antoinette, die letzte Königin der Franzosen, und Margrid Arnaud. Sie ist eine junge Frau im gleichen Alter der Königin, die sowohl äußerlich, als auch biografisch einige Parallelen zu ihrer Herrscherin aufweisen kann. Allerdings ist sie alles andere als reich und adlig. Margrid ist eine bürgerliche, die durch die Revolution aufsteigt, ganz im Gegensatz zu Marie Antoinette- Die muss die Revolution mit ihrem Leben bezahlen.
Natürlich sind die beiden Frauen nicht die einzigen Figuren des Stückes.
Da gibt es da auch noch Cagliostro. Er ist Magier und Alchimist und eröffnet das Spiel, indem er sich an seine große Zeit erinnert. Das Frankreich des 18. Jahrhunderts. Blutrünstig, Gefährlich und voller Intrigen. Während der Handlung ist er immer wieder bei dem Versuch zu sehen "aus Schmutz Gold zu fertige". Nicht ganz erfolgreich. Doch Cagliostro hat auch andere Qualitäten. Er ist ein vorzüglicher Giftmischer.
Durch die Handlung geführt werden wir von dem Bühnendichter Beaumarchais. Er scheint kein sehr angenehmer Mann zu sein. Bezahlt er die bettelarme Magrid doch mit Falschgeld. Kein Sympathisant also. Genauso wenig für das Herrscherpaar. Er unterstützt Regimesgegner.
Ein weitere Charakter ist Fersen. Der junge schwedische Edelmann steht offensichtlich in einer engeren Beziehung zu der Königin, obwohl er nie mit ihr offiziell zusammen sein kann. Das weiß er und dennoch kann er nicht von Marie Antoinette lassen. Er liebt sie, doch schließlich zieht es ihn nach Amerika.
Der König selber ist eine sehr schwache Persönlichkeit, die seiner Frau vollkommen hörig ist. Einmal befiehl Marie Antoinette ihm zum Beispiel, einen Minister zu entlassen, weil dieser zum Sparen mahnt. Ludwig tut es ohne große Widerworte.
Natürlich hat Marie Antoinette eine große Zahl an Dienern und Angestellten. Zwei davon sind die Schneiderin Rose Bertin und der Friseur Lèonard. Ihre Aufgabe ist klar: Aus der Königin die schönste Frau Frankreichs zu machen. Und das ist nicht immer nur einfach.
Die Besitzerin des Pariser Freudenhauses "Hôtel d'Orlèans" Madame Lapin wird zu Margrids Gönnerin. Sie gibt dem armen Mädchen Kost, Logis und Arbeit.
Der Herzog von Orlèans ist alles andere als ein lieber Verwandter für Marie Antoinette. Er hasst sie genauso leidenschaftlich, wie Fersen sie liebt. Das ist etwas, dass ihn mit Margrif verbindet. Er plant den Sturz des Regimes und verbündet sich mit Beaumarchais und Cagliostro.
Agnès ist da ein ziemliches Gegenteil. Sie ist eine fromme Nonne, die Margrid an der Klosterschule unterrichtete.
Auch der Erfinder der Guillotine, Dr. Guillotin, hat einen Auftritt. Er präsentiert seine Maschine dem Herrscherpaar. Das ist groteskerweise begeistert.
Es gibt noch eine ganze Reihe von Adeligen, unter anderem der Kronprinz, mit kleineren Nebenrollen. Sie haben keinen wirklichen festgelegten Charakter und doch sind sie unverzichtbar. Sie sind die Verbündeten der einzelenen Parteien. Vergleichen kann man diese Randrollen mit Kardinal Rauscher oder Graf Grünne aus Elisabeth. Auch sie sind keine tiefgründigen Personen und doch wichtig.
Auf der Internetseite www.ma-bremen.de bietet noch viele weitere Informationen rund um die deutsche Inszenierung. Viel Spaß beim Stöbern!
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