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Das Biest
Charakterisierung
von Conny Schmidmeier
Ein knauseriger, unhöflicher Tölpel, der alten buckligen Frauen hinterher lacht, kleinen Mädchen das Bein stellt und sich für ach so toll hält. Jemand der nur das macht, was er will, ohne Rücksicht auf die anderen zu nehmen. Genau so ein Mensch, war das Biest vor seiner Verwandlung. Ein Prinz, der Leute manipulierte um seinen Spaß zu haben. Not, Leid und Trauer über sein Volk brachte. Doch dein veränderte sich sein gesamtes Leben zum negativen wie es schien. Denn als er in einer eiskalten Winternacht einer hässlichen alten Frau in seinem Schluss, die Zuflucht verwehrt und sie in die Kälte herzlos und arrogant stößt, zeigt die Frau ihr wahres Gesicht. Das einer wunderschönen Zauberin, die die Hässlichkeit seines Herzens nun auch zu deiner seiner Äußeren verwandelt und aus dem schönen Prinz wird das hässliche Biest. Im Laufe der Zeit fällt das Biest in Depressionen, gibt sich selbst auf und fragt sich, wer ein solch abscheuliches Monster wie ihn lieben könnte, denn nur wenn er eine Frau dazu bringt ihn aufrichtig zu lieben, wird der Fluch gebrochen. Doch wie lernt man eine Frau kennen, wenn man nie aus seinem Schlossgefängnis hinaus geht und dazu noch aussieht wie ein Ungeheuer? Auch seine Unzufriedenheit ist wohl kaum eine Eigenschaft, die Frauen reizt. Als nun der Dorfbewohner Maurice sich in sein Schloss verirrt, zeigt sich das Biest wie früher. Unhöflich und lieblos. Er bezichtigt ihn des Hausfriedensbruch und wirft ihn in das Kellerverlies. Es scheint, als hätte sich seine Persönlichkeit auch nach all der Zeit nicht geändert. Kann man so einen „Menschen“ wirklich lieben?
Aber das Schicksal schenkt ihm Belle – eine liebevolle, kluge, junge Frau, die mit ihrer Schönheit alles und jeden blenden kann. Eine Frau, die alles bekommen kann, was sie haben will und doch auf dem Teppich bleibt. So kommt Belle in das Schloss um ihren Vater zu retten, doch das Biest ist nicht bereit ihn einfach gehen zu lassen und so sieht er in Belle eine Chance auf Liebe und deshalb tauscht er Belle gegen Maurice. Sein Charakter ? Selbstsüchtig, mitleidslos und nach wie vor ein unangenehmer Zeitgenosse. Abends fordert er Belle auf mit ihm zu speisen, verweigert sie. Er versucht mit starken Worten und gewaltvollen Blicken sie zu zwingen, doch hier fängt seine raue Fassade an zu bröckeln. Denn Belle entlockt dem Biest ein „Bitte“. Etwas was in seinem Wortschatz bisher nicht vorgekommen sein sollte. Aber Belle gibt nicht nach und so stößt das Biest auf Granit. Noch am Selben Abend, wird Belle das Schloss verlassen, die betritt das Raum mit einer verzauberten Rose, die als Zeichen für das Biests Erlösung steht, anfassen will und so den Zorn des Biestes auf sich zieht. Er beschimpft sie, schreit sie, berührt sie äußert grob und Belle erschrocken von der Brutalität flüchtet. Es scheint als würde das Biest sich nie ändern und es hätte auch nicht mehr lang die Chance dazu. Auf der Flucht gerät Belle in ein Rudel Wölfe, doch das Biest rettet sie. Dabei wird es verletzt und Belle begleitet ihn zum Schloss zurück. Es entsteht eine Freundschaft und das Biest hat zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl wahrer Zuneigung. Die Leute beschäftigten sich sonst nur mit ihm, weil sie ihn fürchteten, weil sie Angst hatten vor ihm – doch Belle verbringt ihre Zeit mit ihm, weil sie ihn wertschätzt.
Die Freundschaft vertieft sich als Belle bemerkt, das Biest Analphabet ist und nicht lesen kann. Er muss zugeben Schwächen zu besitzen und lässt sich von Belle etwas bebringen.
Kurz vor dem Abendessen wird deutlich, dass das Biest immer noch an Minderwertigkeitskomplexen leidet, denn er fürchtet Belle könnte über ihn lachen, sollte er ihr seine wahren Gefühle berichten, denn warum sollte so eine „Schönheit“ mit einem Biest zusammen sein wollen. Als die Dorfgruppe aus Belles Heimat ihr zu Hilfe eilen wollen und sie von den Klauen des gewaltvollen Biests retten wollen, wehrt sich das Biest nicht. Es ist niedergeschlagen und ihn dem Glauben, Belle hätte ihn verraten. Er ist der Meinung, er sei es nicht wert, noch länger zu leben und ist bereit zu sterben. Ihm wird ein Dolch hinterlistig in den Rücken gestochen. Er fällt zu Boden, bereit zu sterben. Doch da ändert sich seine ganze Hoffnungslosigkeit, denn Belle trott zu seiner Seite, legt seinen Kopf in ihren Schoß, beginnt zu weinen und gesteht ihm ihre Liebe. Dieses Liebesgeständnis verwandelt das Biest nun wieder in den Prinzen, doch diesmal zeigt sein Äußeres, auch die Schönheit seines Herzen.
Er musste ganz tief fallen um hoch zu steigen und so hat das Biest alias Prinz nun noch eine Chance erhalten.
Das gesamte Musical und v.a. die Charakterisierung des Biests zeigt deutlich, dass man mit Hassgier und Unfreundlichkeit nicht viel erreichen kann und wer von uns will wirklich das Aussehen eines Biests?
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