|
|
|
Ticketempfehlungen:
Tanz der Vampire Stuttgart
König der Löwen Hamburg
Wicked Oberhausen
We Will Rock You Stuttgart
Tarzan Hamburg
Musical Noten
Buddy Holly Musical
|
Was fasziniert an Musicals
Von Conny Schmidmeier
Betritt man den Raum sieht man nur Menschen. Ihr Gesicht strahlt und sie freuen sich auf das, was kommen wird. Ihre Herzen werden gleich von der Musik und den Lichtern erhellt. Die Plätze werden eingenommen und alles wird dunkel. Jeder schweigt. Wartet. Hofft. Und endlich - nach einer scheinbaren Ewigkeit beginnt die Ouvertüre. Und dann spricht man aus, was wir denken. Sie singen vom "Ewigen Kreis", von "Aquarius" oder "I want to break free". Alles Dinge, die uns alltäglich beschäftigen und nun durchlaufen wir es in dieser Form. In Form von der depressiven Kaiserin Elisabeth, des sehnsüchtigen Grafen von Krolocks, des unsicheren Löwen Simbas. Sie alle sind die Personifikation unsere Gedanken und wir verlieren uns in ihnen. Und immer wieder finden wir neue Bezugsthemen zu unsren Lieblingsmusicals. Sie werden niemals alt, denn immer wieder kann man sie neu interpretieren. "Air" zum Beispiel, aus dem Musical "Hair", das schon 1967 die Menschen faszinierte, beinhaltet folgendes "Welcome! Sulphur dioxide. Hello! Carbon monoxide. The air, the air is everywhere. Breath deep, while you sleep (...) Fallout atomic orgasm vapour and fume, at the stone of my tomb...". Wieso nicht heute als Kritik an der Politik sehen? Wieso die globale Erwärmung hier nicht erkennen? Musicals werden von jedem anders gedeutet und von jedem anders empfunden, doch jeder empfindet Freude, denn letztendlich erkennt er sich selbst darin. Denn wer fragt sich nicht manchmal, wo er hin gehen wird? Was er erreichen wird? Ob es ein Leben nach dem Tod gibt? Eben all das was "Where do I go" ebenfalls von "Hair" thematisiert. Und für jeden ist etwas dabei - niemand wird ausgeschlossen. Selbst für die Jugendlichen, die aus dem Alter von "Amadeus legt los" schon hinaus gewachsen sind , aber dennoch "My fair lady" als "alten Schinken" sehen, werden jetzt Musicals wie "High School Musical" entworfen. Zweieinhalbstunden sitzen wir da, begutachten die Sänger, die Tänzer, das Orchester, schauen auf die Kulissen, beäugen kritisch jede einzelne Bewegung und dann ist es vorbei. Man soll eben doch aufhören, wenn es am Schönsten ist. Und nachdem wir unser Happy End meistens gesehen haben, gehen wieder in die Realität und versuchen dort - inspiriert durch, durch das was wir gerade noch gesehen haben - unser Leben zu meistern....
|
|
|
|
|