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Was ist von Marie Antoinette zu erwarten?

Eine Einschätzung des neuen Musicals

Von Johanna Lüttich Was ist von den Musical Marie Antoinette zu erwarten? Wenn sich der Aufsichtsrat des Bremer Musicaltheater nach 2 Pleiten in Folge für ein neues, in Europa noch nie aufgeführtes Musical entscheidet, dann ist der Druck für alle Beteiligten natürlich besonders hoch. Nur gut, dass "Marie Antoinette" aus der Feder eines sehr bekannten Erfolgsduo stammt: Michail Kunze(Text) und Sylvester Levay(Musik), die bisher bedeutende Musicals wie "Elisabeth", "Mozart!" und "Rebecca" auf die ganz großen Bühnen brachten, haben sich von dem dramatischen Leben der legendären französischen Kaiserin Marie Antoinette zu einem gleichnamigen Musical inspirieren lassen. Der Riesenerfolg in Japan, wo "Marie Antoinette" seine Erstaufführung feierte, gibt den beiden Machern Recht: Kaum ein historischer Stoff bietet soviel Drama, Tragödie, Frische und Tiefgang in Einem wie das Leben am französischen Hofe in Zeiten der Revolution. Bei der Geschichte nimmt sich jedoch das Erfolgsduo alle Freiheiten und überzeugt so mit einer spannenden Umsetzung:
So basiert "Marie Antoinette" anstelle des historischen Hintergrunds vielmehr auf dem Buch des japanischen Autors Shusaku Endo. Der Gedanke des Buches und des Musicals ist es, der Geschichte der Marie Antoinette ein fiktives, gleichaltriges, bürgerliches Mädchen namens Margrid Arnaud gegenüberzustellen, welches parallel mit dem sinkenden Stern der Marie Antoinette immer mehr an Macht und Einfluss gewinnt. Erst im zweiten Teil des Musicals treffen beide Mädchen aufeinander und die erst von Missgunst geprägte Beziehung entwickelt sich in Folge zu einer gegenseitigen Sympathie, bei der beide ihre Vorurteile hinter sich lassen. Höhepunkt der Geschichte bildet dann die tragische Verurteilung und Hinrichtung Marie Antoinettes.


Michail Kunze und Sylvester Levay versprechen ein tolles Bühnenbild, berührende Dialoge(natürlich in Deutsch) und eine wunderbar komponierte Musik. Dazu selbstverständlich die lebendige Geschichte, die, vor allem unter den historischen Hintergrund und mit der Verwebung der Geschichte des anderen Mädchens, eine unglaublich spannende Eigendynamik gewinnt.
Unzweifelhaft ist "Marie Antoinette" also wohl jeden Besuch wert.
Wer neugierig geworden ist: Die Premiere wird "Marie Antoinette" voraussichtlich Ende Januar 2009 im Bremer Musicaltheater feiern.

Bilder: Wikipedia