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Frodo Beutlin singt im Musical Herr der Ringe in Köln

Hobbits und Elben im Musical Herr der Ringe lösen vermutlich Rockstars aus dem Musical We Will Rock You ab

Von Charlotte Wer kennt sie nicht? Die große Trilogie um die Gemeinschaft des Rings, die versucht ihr Mittelerde zu retten, in dem sie Den Einen Ring zerstört. Ob nun als großer Filmepos oder als Klassiker der Literatur- Diese Namen sollte man kennen! J.R.R. Tolkiens Meisterwerk ist längst Kult und kaum eine Leseratte oder Filmfan kommt noch drum herum.
Und so wird es jetzt wohl auch uns Musicalfans gehen.
Denn die Stadt Köln plant das Musical Der Herr der Ringe (Original: Lord of the Rings the Musical) unter ihre Fittiche zu nehmen. Das berichtete der Kölner „Express“ in seiner ersten Dienstagsausgabe dieses Jahres. Laut der Internetseite www.koeln.de wurde weiter geschrieben, dass die Produktion von Herbst 2009 bis 2012 in Köln zu gastieren plant. Aktuell läuft das recht erfolgreiche Musical unter dem Produzenten Kevin Wallace im Londoner West End.
Mit dem einzig wahren Ring soll der einzig wahre Rock in Form von We will Rock you abgelöst werden, das Momentan neben dem Hauptbahnhof Köln spielt. Der letzte Vorhang fällt hier am 30. Juni diesen Jahres.
Geplant für die große Produktion, die in Toronto Weltpremiere feierte und dort bis 2007 lief, ist ein mobiles Theater. Es soll innerhalb kurzer Zeit ab- und ausbaubar sein und zirka 2200 Zuschauern Platz bieten.
Das Musical scheint in einigem der Größenordnung der Filme Konkurrenz machen zu wollen. Immerhin kostete die Produktion der Welturaufführung in Toronto, Kanada, 27 Millionen Euro und hat mit 55 Darstellern ein recht großes Esemble. 3 Stunden dauert die Show. Nicht viel kürzer als ein Film der Trilogie und nicht viel länger als ein geübter Leser für einen der Romane braucht. Tolkiens Enkeltochter persönlich reiste damals nach Toronto um sich das Ergebnis des Aufwandes anzuschauen. Laut des Managements war sie absolut begeistert.
Auch die kanadische Presse überschlug sich vor Begeisterung.
Anders als die deutsche Presse bei einem deutschen Versuch von 1998/99. Da versuchte Bernd Stromberger die Geschichte der Hobbits musikalisch zu vertonen. Ein Flopp. Der gute Herr Stromberger hatte da nämlich zwei Geschichten verwechselt. Statt Der Herr der Ringe zeigte er Der kleine Hobbit. Eine herbe Enttäuschung für Tolkienfans die bis heute zu spüren ist.
Zweifel an der neuen Version lassen sich im Internet in sämtlichen Foren vernehmen und kaum ein Freund der Ringtrilogie glaubt so recht an den Erfolg. Und das obwohl der Vorgeschmack gar nicht schlecht klingt(zu hören auf www.thelordoftheringsmusical.com).
Noch ist nichts in komplett trockenen Tüchern, doch Köln hofft auf eine Zusammenarbeit, da ihnen ohne We will rock you sicher etwas im Tourismus fehlen wird. Aber schon einmal wurde eine Stadt vom Herrn der Ringe Musical im letzten Moment doch noch fallen gelassen. Damals war es London, dem auf Grund „einer zu kleinen Bühne“ die Welturaufführung versagt wurde. Glück für Toronto.
Wer sich bereits jetzt fragt, wie es klingt, wenn Frodo anfängt Liedchen zu singen, kann sich bei www.amazon.co.uk die CastCD aus London besorgen oder auf der Homepage mal reinhören(oben erwähnt). Hier singen allerdings nur Legolas und Galadriel.
Ob das Musical den Zauber Tolkiens genauso weiterträgt, wie die Filme und die preisgekrönte Musik Enyas bleibt abzuwarten. Aber mal ehrlich, solange die Darsteller in Strumpfhosen genauso gut aussehen wie Orlando Bloom und Viggo Mortensen haben wir nicht mehr viel zu befürchten.