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Kritik Buffy „Once more with feeling“

Kritik an der Musical Version der erfölgreichen Fernsehserie Buffy

von conny Eine gewöhnliche Story für eine Mysterieserie. Ein Dämon kommt in eine Kleinstadt, um dort die gesamte Bevölkerung auszurotten. Und dann ein Held, der sie alle retten kann. Typisch. Und im Prinzip ist genau das der Inhalt der Musicalfolge aus der Serie „Buffy- Im Bann der Dämonen“ „Once more with feeling“. Aber trotz dieser gewöhnlichen Geschichte, wurde etwas ganz neues geschaffen. Schauspieler, die zum Größtenteils ihr Gesangstalent nur unter der Dusche zur Schau stellen, bekamen Unterstützung von Gesangs- und Tanzlehrern. Sie hatten nur wenige Wochen Zeit um vierzig Minuten lang in einem Musical zu überzeugen. Doch wie hört und fühlt es sich an , so ein Experiment zu sehen? Und dann noch als Musicalkenner? Kann so etwas überhaupt mit Musicals wie „Tanz der Vampire“ , „Wicked“ oder „ We will rock you“ mithalten? Sarah Michelle Gellar, Alyson Hannigan, Nicholas Brendon oder Michelle Trachtenberg, alles Hauptdarsteller ohne Vorkenntnisse, doch zwei „Profis“ sind unter den Laien schon zu finden.. Anthony Stewart Head und James Masters, die den Giles bzw., den Spike spielen, haben Erfahrung in Musik. Denn während James Masters eine eigene Band , die „Ghost of the Roborts“ genannt wird, hat und heutzutage auch als Solosänger erfolgreich ist, begann Anthony Stewart Head seine Ausbildung an den „London Academy of Musical and Dramatic Art“ und war auf der Bühne schon unter andrem für „The Rock Horror Show“ zu sehen. Somit stammt er zumindest schon aus dem Geschäft. Um trotz allem noch etwas Unterstützung zu erhalten, holte man Hinton Battle an Bord. Denn er ist nicht nur dreifacher Tony Award – Gewinner, sondern gewann zudem in der Kategorie „Bester Nebendarsteller in einem Musical“. Er wurde als tanzender Bösewicht engagiert und somit konnte man halbwegs arbeiten, oder? Können drei musikalisch talentierte Darsteller ein ganzes Musical anheben? „Going through the motions“ ist ein Solostück der eigentlichen Hauptdarstellerin Buffy. Sarah Michelle Gellar besitzt nicht wirklich das, was man großes Talent nennen kann. So begnadet sie auch als Schauspielerin sein mag, als Sängerin kann sie nicht wirklich überzeugen. Dennoch muss man eingestehen, dass sie sich Mühe gibt und das Stück durchaus hörbar ist. Auch „Under your spell“ ist ein Solostück, gesungen von Amber Benson, die die Tara spielt. Hier merkt man jedoch den Anstieg der Qualität. Auch wenn sie keine Vorkenntnisse besitzt, hat sie eine sehr schöne, klare Stimme, die wunderbar mit dem Stück harmoniert und alles in allem zu einer wunderschönen Ballade geworden ist. Durch das Solo von James Masters wird eine ganz andere Richtung eingeworfen. Die Stücke davor waren eher ruhig, romantisch, teilweise auch lustig, aber jetzt mit „Rest in Peace“ wird alles rockiger und nachdenklicher. Er beschreibt sein Leid, das er durch die unerwiderte Liebe zu Buffy erfährt. Es ist wohl das Highlight des ganzen Musicals, das nicht nur der einzelnen Folge eine ganz neue Wendung gibt, sondern auch dem Verlauf der gesamten Staffel. Auch die Musicalprofis erhalten ein Solostück, Hinton Battle singt „What you feel“ und Anthony Stewart Head „Standing“. Die natürlich von guter Qualität sind, denn was soll man auch von Musicalstars erwarten. Es wurde mit all den Schauspielern, Sängern und Tänzern zu einem Riesenhit, denn „Once more with feeling“ sollte ursprünglich für einen Emmy im Jahr 2003 nominiert werden und wurde sogar vom britischen Fernsehsender Channel 4 auf den dreizehnten Platz der großartigsten Musicals aller Zeiten gewählt. Für das Lied „Walk through the fire“ wurde ein Musikvideo produziert, das bis auf Platz sieben der Deutschen Single Charts hochkletterte.
„Once more with feeling“ ist im Prinzip nichts außergewöhnliches, teilweise sind die Stimmen nicht wirklich herausragend und doch ist es doch außergewöhnlich. Joss Whedon hat es wirklich geschafft aus etwas Alten, etwas Neues zu schaffen und eroberte somit die Herzen vieler Musicalfans auf der ganzen Welt.