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Abba

Hintergrund Informationen über das Musical Mamma Mia und die Band Abba

Von Angelika

Auch wenn das Musical „Mamma Mia“ eigentlich nichts mit ABBA zu tun hat, so sind es doch die unvergesslichen Melodien ihrer Lieder, die hier verwendet werden. Viele besuchen das Musical und wissen vielleicht nichts, oder nur wenig über die Erfolgsgruppe der 70er und frühen 80er Jahre.

Natürlich ist inzwischen auch eine neue Generation herangewachsen, die jene Euphorie um ABBA, wie sie damals herrschte, nicht kennt und sicherlich daran interessiert ist, wie es wirklich war.

Ich finde, dass man schon Einiges über ABBA wissen sollte, bevor man das Musical besucht, schon allein um nachvollziehen zu können, woher die so genannte 'Gute Laune-Musik', die hier allerdings in Verbindung mit einer völlig anderen Story eingesetzt wird, entstammt.

Hier nun die 'wahre' Story, ursprünglich in einer sehr ausführlichen Biografie von John Tobler, ABBA - Die Erfolgsstory 1992 verfasst, und von mir als Grundlage genutzt, natürlich stark eingekürzt und in eigenen Worten wiedergegeben;

Dass ABBA ein Phänomen war und noch immer ist, weiß mittlerweile jeder und ihr Erfolg, ihr Ruhm, ihre Einzigartigkeit sprechen für sich!

Neun Jahre lang dominierten sie in vielen Ländern unschlagbar die Chartlisten, fast jeder Song ein Hit und weltweit verglich man sie bereits mit einer anderen Erfolgsgruppe 'den Beatles'.
Doch was steckt hinter der Gruppe ABBA, wie entstand sie, wer war sie, wo kam sie her...?


Vier musikalisch hochbegabte Menschen trafen sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und begannen an einer, danach von keiner anderen Gruppe je wieder erreichten Erfolgsgeschichte zu schreiben...



Die schwedische Popgruppe ABBA bestand aus folgenden Bandmitgliedern:

Anni-Frid Synni Lyngstad geb. 15. November 1945 in Narvik/ Norwegen (Mezzosopran)
Björn Christian Ulvaeus geb. 25. April 1945 in Göteborg (Gitarrist und Songschreiber)
Goran Bror Benny Andersson geb. 16. Dezember 1946 in der Nähe von Stockholm (Keyboarder und Songschreiber)
Agnetha Ase Fältskog geb. 05. April 1950 in Jonköping/Südschweden (Sopran) Alle vier steuerten in den 60er Jahren, bevor sie sich begegneten, eine eigene Karriere innerhalb Schwedens an und hatten auch schon gewisse Erfolge zu verbuchen;
Anni-Frid (Frida) ist keine Schwedin, sondern die Tochter einer Norwegerin und eines deutschen Soldaten, der ihre Mutter verlassen musste, noch bevor sie geboren wurde und nie wiederkehrte. Ihre Mutter starb zwei Jahre später mit erst 21 Jahren und Anni-Frid wurde fortan von ihrer Großmutter erzogen, die mit ihr nach Schweden auswanderte. Sie war es auch, die ihrer Enkelin schon früh skandinavische Volkslieder beibrachte und sie stets zum Singen ermutigte.
Schon mit 11 Jahren stand sie auf der Bühne und mit 13 sang sie bereits in einer Band, die zu einem Restaurant in Eskilstuna gehörte. Wenig später trat sie bereits einer Big Band bei und gründete schließlich mit dem Bassisten Ragnar Frederiksson ihre Eigene, die 'Anni-Frid-Four'.
Wenig später heirateten die Beiden und bekamen 1963 einen Sohn und 1967 eine Tochter. Doch eine Zukunft als Hausfrau und Mutter war Anni-Frid zu wenig. Sie sang weiter bei zahlreichen Auftritten in Shows und Clubs und nahm an Talentwettbewerben teil. Schließlich nahm sie sogar Platten für die schwedische EMI auf.
Ende der 60er Jahre verließ sie ihre Familie und zog nach Stockholm, wo sie in einem Club in Stockholm 1969 Benny Andersson begegnete...
Björn bekam mit 11Jahren seine erste Gitarre und gründete Anfang der 60er Jahre mit drei Klassenkameraden seine erste Band, die sich 'West Bay Singers' nannte und sie spielten Volksmusik, wobei sie sich an bekannte amerikanische Folkgruppen orientierten.
1963 gingen sie erstmals auf eine kleine Tournee durch Europa und präsentierten ihre Songs bevorzugt in englischer Sprache. Bei einem Talentwettbewerb entdeckte sie Stig Anderson, der der späteren Gruppe ABBA noch zu internationalem Starruhm verhelfen sollte.

Später nannten sie sich 'The Hootenanny Singers' und gewannen den Wettbewerb mit einem Titel, der ein Hit wurde; eine Karriere als professionelle Musiker konnten sie allerdings erst ab 1964 starten, nach ihrer Schulausbildung. In Schweden wurden sie sehr schnell zu kleinen Stars und veröffentlichten sogar unter dem Namen 'Northern Lights' in Großbritannien und den USA Platten. Sogar in Südafrika landeten sie einen Hit mit 'No Time'

Während ihres Wehrdienstes, konnten sie nebenbei immer noch musizieren und danach entschlossen sich alle Bandmitglieder erst einmal zu studieren.

Björn ging als Einziger nach Stockholm, während die anderen sich an der Universität von Göteborg einschrieben.
Neben seinem Studium arbeitete er bei „Polar Music“ und lernte so vieles vom Musikbusiness kennen und lieben.
Bei einem Konzert der 'Hootenanny Singers' traf die Gruppe auf 'The Hep Stars' in der ein gewisser Benny Andersson als Keyborder agierte und mit dem Björn sich schnell anfreundete. Als sich die beiden wenig später wieder begegneten, entschieden sie sich einen Song zusammen zu schreiben und dabei heraus kam 'Isn't easy to say'.

Die 'Hep Stars' zählten bereits zu einer der bekanntesten Gruppen in Skandinavien.

Benny begann bereits mit sechs Jahren damit Akkordeon zu spielen, mit zehn spielte er Klavier und beherrschte auch fast jedes andere Instrument! Eine Karriere als Musiker war da praktisch schon vorprogrammiert. In seiner frühen Jugendzeit trat er in Clubs auf und lernte eine junge Sängerin, Christina Gronval kennen. Im zarten Alter von 15 verlobten sich die Beiden bereits und bekamen 1963 einen Sohn und 1965 eine Tochter, aber sie heirateten nie. Während dieser Zeit arbeitete Benny in der Maschinenfabrik seines Vaters und wurde Mitglied der Band 'Elverkerts Spelmanslag'. Später, 1964 wechselte er zu der schon bekannt werdenden Gruppe 'The Hep Stars' als Keyboarder, die den talentierten Klavierspieler begeistert aufnahmen. Eigentlich taten sie nichts anderes als die zum gleichen Zeitpunkt im Rest der Welt gefeierten Beatles zu kopieren und wurden dadurch in Schweden zu Superstars. Benny begann nun auch selbst für die Gruppe Stücke zu schreiben und sie wurden bald wirklich schon als die 'schwedischen Beatles' bezeichnet und machten auch dieselben Fehler, indem sie es versäumten ihr Vermögen für die Zukunftssicherung anzulegen.

Nach finanziellen Pleiten drehten sie in Afrika einen Film der floppte und hatten schließlich auch noch Steuerschulden in Höhe von 100.000 englischen Pfund. Die Gruppe musste sich 1967 auflösen und die nächsten Jahre hart arbeiten um das Geld aufzubringen.

1966 hatte sich Benny von seiner Verlobten getrennt und 1969 plante er mit einem ehemaligen Bandmitglied und dessen Frau weiter zusammenzuarbeiten, während die anderen wieder zu den Hep Stars wurden.

Wie oben beschrieben, kannte er zu diesem Zeitpunkt bereits Björn Ulvaeus. 1969 lernte er bei einer Radioshow Anni-Frid Lyngstad, seine spätere Ehefrau kennen, die somit dritte wichtige Person für die Gründung von ABBA.

Agnetha, die jüngste im Kreise der vier ABBA - Mitglieder stand mit sechs Jahren zum ersten Mal auf der Bühne, da ihr Vater leidenschaftlicher Förderer des Laientheaters war und selbst viele Sketche und Theaterstücke schrieb. Nebenbei erhielt sie eine musikalische Ausbildung und lernte Akkordeon- und Klavierspielen. Mit 15 sang sie regelmäßig in einer Band in Jonköping und hatte Gastauftritte mit anderen Gruppen. Mit 17 wurde sie von einem Talentsucher entdeckt, nach Stockholm eingeladen und sofort unter Plattenvertrag genommen. Sie schrieb sogar einige ihrer Songs selbst und führte Ende der 60er Jahre die schwedischen Charts an. Zeitgleich verlobte sich Agnetha mit einem deutschen Songwriter und Produzenten, doch die Beziehung hielt nicht lange an.

Zwischenzeitlich wurde sie von einem dänischen Musiker beschuldigt die Melodie eines seiner Songs gestohlen zu haben, was man aber später wieder fallen ließ, da die Uraufführung des Songs zu weit in der Vergangenheit lag.

Agnetha war in Schweden bereits ein großer Star, als sie 1969 Björn Ulveaus bei einer Fernsehshow kennen und lieben lernte und kaum ein halbes Jahr später waren die beiden verlobt, im gleichen Jahr wie Benny und Anni-Frid...