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Thomas Borchert

Borchert besinnlich am 2.12.2006 in Oberhausen

Von Kitti

Die Freude und Spannung wurde immer größer, je näher der 2. Dezember rückte. Nach einem Kinobesuch und Einkaufsbummel in Oberhausen und der langen Warterei, ging es gegen 20 Uhr endlich los. Beim Warten wurden noch Nikolausmützen an alle Konzertbesucher verteilt, als Gag für Thomas, da er ja immer für einen Spaß zu haben wäre. Dieser bemerkte das aber erst viel später und fragte, was wir denn da auf den Köpfen hätten.

Durch das Geschick einer Freundin beim Betreten des Saales, hatten wir das Glück, den "Berliner Grafen" aus der ersten Reihe erleben zu dürfen. Mit dabei hatte er nur eine Pianistin, die ihn zwischendurch auf dem Flügel begleitet hat. Ansonsten hat er selbst Klavier gespielt.

Der Saal im Ebertbad war ausverkauft und Thomas Borchert wurde von seinen Fans mit Jubelstürmen empfangen.

Das Programm war sehr schön ausgewählt und umfasste, getreu seinem Motto, besinnliche Weihnachtslieder, aber auch Musicalsongs, seine eigenen Kompositionen und Songs von anderen Künstlern.

Besonders groß war die Begeisterung natürlich bei den Musicals, wie beispielsweise "Dies ist die Stunde" aus Jekyll & Hyde, "Die unstillbare Gier" (Tanz der Vampire), sowie "Bring ihn heim" aus Les Misérables.

Bei den Weihnachtsliedern wusste er geschickt, das Publikum einzubinden. Wir mussten "Süßer die Glocken nie klingen" und "Walking trough the winter wonderland" mitsingen, wobei er fröhlich dirigiert hat und wir auch ziemlich viel Spaß hatten.

Allgemein herrschte eine fröhliche, begeisterte Stimmung, die nicht zuletzt durch seine witzigen Improvisationseinlagen und sein abwechslungsreiches Programm zustande kam.

Etwas ganz Besonderes war seine Idee, zwei Weihnachtsgeschichten vorzulesen. Dafür setzte er sich gemütlich auf den Sessel mitten auf der Bühne neben einem riesigen Weihnachtsmann, mit der er zwischendurch immer wieder seine Scherze machte und begann zu lesen. In der ersten Geschichte ging es um den Weihnachtsstress, wenn Geschenke ausgesucht werden müssen und während die zweite Geschichte zum Nachdenken anregte, da es um Fremdenhass ging.

Natürlich gab es auch an diesem Abend zahlreiche Zugaben, so dass das Konzert bis nach 11 Uhr ging.

Danach hat er trotz seiner Eile noch ganz gelassen und freundlich Autogramme gegeben und Fotos machen lassen. Wie wir mitbekommen haben, finden heute in Berlin Proben zu "Tanz der Vampire" in Kostümen auf der Bühne statt.

Fazit: Ein wunderschönes, aber auch witziges und wirklich besinnliches Konzert mit einem herausragenden und gut gelaunten Thomas Borchert.