Teil 2
Schloss Borbeck am 07.09. 2007 in EssenChristian Alexander Müller ist zurück aus Bayreuth und lud ein zu einem einzigartigen Soloabend in Schloss Borbeck in Essen.Im Schloßsaal herrschte eine angenehme, fast intime Atmosphäre mit gedämpftem Licht und klarer Schlichtheit. Einziger Schmuck war hier diesmal wirklich nur der große Steinway-Flügel, allerdings schien das gesamte Schloss von dieser Schlichtheit geprägt; weiße Wände, Holzböden und Scheinwer-fer, keine glitzernden Kronleuchter, oder Wandteppiche, bez. Gemälde und falls doch, dann eher un-auffällig. Christian hatte bereits angekündigt, dass er an diesem Abend ganz besondere Stücke auswählen wollte und zwar solche, die noch nicht allzu bekannt sind und denen er sich sehr verbunden fühlt. So war es dann auch im ersten Teil des Konzertes, was somit auch mit etwas leiseren, sanfteren Tönen begann und sich langsam steigerte. Begleitet wurde er abermals von Marina Komissartchik am Kla-vier, bzw. Flügel und er selbst sang heute Abend ganz ohne Mikrofon. Er wolle beweisen, wie er sag-te, dass es auch im Musical-Bereich ohne akustische Verstärkung gehe, da er immer wieder höre, dass Musical-Songs doch nur mit Mikrofon gut rüber kämen... Wenn ein Christian Alexander Müller singt, dann glaubt man das auch allzu gerne, und er bewies es auch gleich. Selbst mit relativ unbekannten Stücken, verzauberte er das Publikum im Handumdrehen, er sang nicht nur, er 'erlebte' die Lieder die er sang mit ausdrucksstarkem Mienenspiel und seiner einzigartigen Körpersprache, wenn er mit den Händen agiert, sich krümmt und windet und 'Gott sei Dank' den Flügel im Rücken hatte, an dem er zwischendurch immer mal wieder Halt fand ;-) Am Ende des ersten Teils erklärte er dann, dass nun vier Lieder von William Finn folgen würden, die zwar aus verschiedenen Stücken stammten, die er aber zu einer zusammenhängenden Komposition, bzw. Geschichte aneinander gefügt habe und er bat darum nicht zwischen den einzelnen Songs zu applaudieren. Hier gab es dann auch einen kleinen Vorgeschmack auf Elegies und das war sehr ergrei-fend! Er moderierte auch selbst, am Anfang etwas nervös, (wie er selbst zugab) wofür wir natürlich alle Verständnis haben, wer von uns bekäme überhaupt ein Wort vor einer Menschenmenge heraus, also ich nicht...doch das legte sich sehr schnell und spätestens im zweiten Teil des Konzertes, als er dann bekannte Stücke vortrug, schien er die Selbstsicherheit selbst zu sein. Vor allem der zweite Teil war es dann auch, der das Publikum restlos begeisterte, vor allem als er das lang ersehnte Stück 'Dunkles Schweigen an den Tischen' aus 'Les Miserables' vortrug und natürlich durfte auch 'Die Musik der Nacht' aus 'Phantom der Oper' nicht fehlen, schließlich ist das wohl mitt-lerweile zu seinem 'Meisterstück' geworden und jedesmal singt er es auf einer Konzertbühne noch bes-ser als zuvor, fast schon wie auf der echten 'Phantombühne' und das alles ohne Mikrofon, oder jegliches anderes Gerät. Auch der 'Letzte Tanz' aus 'Elisabeth' war wieder grandios, obwohl er nie selbst den 'Tod' gespielt hat-te, aber wir Fans gebe die Hoffnung ja nie auf, ob wir ihn nicht doch noch irgendwann in der einen oder anderen Rolle erleben dürfen ;-)) Jeden einzelnen Song hier aufzuführen wäre zuviel, man schaue sich einfach nur die Aufzählung an und stelle sich vor, wie Christian das alles mit 'Leib und Seele' sang und den Saal mit seiner großarti-gen Stimme zum Beben brachte und sein Publikum mit weiteren drei Zugaben (oder waren es sogar vier...) ('Send in the Clowns', 'In der Straße wohnst Du', 'This is the Moment', ) beglückte!! Das war einfach fantastisch Christian, wirklich wieder ganz einzigartig, große Klasse und vielen vie-len Dank, auch an Marina Komissartchik, für diesen wunderbaren Abend!!
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||