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Me as a Musical-Performer !?

Wie ich zum Musical kam

Von Angy

Es fing alles an vor mittlerweile 11 Jahren.
Damals hat mir mein Onkel eine Karte für "Starlight Express" geschenkt. Bis dato wusste ich nicht mal das es so etwas wie Musicals gibt.
Ich war mit ihm da und als ich anschließend mit meinem Papa nach Hause gefahren bin hatte ich angeblich nur noch geträumt und habe nicht mehr so richtig reagiert auf das was Papa erzählt hat. Ich kann mich an die Zeit danach gar nicht mehr so recht erinnern.
Aber im letzten August habe ich es endlich geschafft meine beste Freundin mit nach "We will rock you" zu schleppen. Unglaublich, aber auf den vier Stunden Rückfahrt hat sie die gleichen Symptome gezeigt wie ich nach meinem ersten Besuch.
Aber noch einmal zum Anfang. Nachdem ich StEx seelisch verarbeitet hatte war mir klar was ich werden will. Musicaldarstellerin - was sonst?! Ich liebte es schon immer in andere Rollen zu schlüpfen, Leute zum lachen zu bringen und mich zu verkleiden und zu schminken. Und gesungen habe ich zu dem Zeitpunkt auch schon 5 Jahre. Lange Zeit wusste ich nicht wie man an den Job herankommt. Dann hörte ich von der Stage School in Hamburg. Und als ich 14 Jahre alt war, haben mir meine Eltern einen Talent-Day geschenkt.
Dieser Tag war anstrengend, aber er hat mich in meinem Wunsch nur unterstützt und mich keineswegs abgeschreckt. Dann waren meine 10 Jahre Schulpflicht vorbei und da ich nicht die Ausbildungstelle in meinem Wunschberuf bekam machte ich noch ein Jahr Sozialpflege. Dieses Jahr hat mich um einiges erwachsener gemacht und ich habe einiges an Umgang mit Menschen gelernt. Nach diesem Jahr hatte ich einen Ausbildungsplatz zur Fachangestellten für Bäderbetriebe (Bademeister) bekommen. Das ist das was ich wollte. Und ich hatte drei supertolle Ausbildungsjahre. Leider konnte ich in dieser Zeit meinen Traum fast gar nicht verfolgen, bedingt durch Schichtdienst und Blockunterricht. Kurz nachdem ich meine Prüfung fertig hatte hörte ich, dass in der Musikschule in meiner Stadt eine Musical-Class angeboten wird.
Für mich war klar- DA MUSS ICH HIN!! Den Dozenten kannte ich noch aus meiner kurzen Chorzeit einige Jahre zuvor kannte. Nun ja, seit fast einem Jahr bin ich dort jetzt Mitglied und ich freue mich über jede Minute die ich mit meiner Gruppe verbringe. Mein Dozent ist sehr nett und unterstützt uns nach Kräften in jeder Hinsicht. Im Oktober letzten Jahres hatte ich es endlich wahr gemacht und habe einen Intensiv-Workshop an der Stage School besucht. Es war so super. Ich habe so viele nette Bekanntschaften gemacht. Wir hatten zwischen 10 und 12 Stunden Unterricht am Tag und abends sind wir meistens noch was Essen gewesen zusammen und haben anschließend auf unserem Zimmer noch Texte oder Choereo gelernt. Es war total herrlich. Die Woche war anstrengend- klar, aber soviel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. Den ganzen Tag nur singen, schauspielern und tanzen. Was will man mehr?! Diese Woche hat mich in meinem Wunsch wieder einmal nur bestärkt! Ich wollte diese Woche eigentlich als Ersatz für die Aufnahmeprüfung machen. Aber um es einfach zu sagen. Sie wollten mich nicht. Ich war aber auch selber Schuld, ich habe nicht jeden Tag 120% gegeben und gezeigt das ich einen Studieplatz will.
Zu erst war ich schon sehr enttäuscht, wie sollte es auch anders sein? Aber ich glaube an das Schicksal und ich denke diese Erfahrung bringt mir woanders sehr viel. Seit Dezember bereite ich mich im allgemeinen auf Aufnahmeprüfungen vor. Ich bin zwar blöd das ich mich nicht gleichzeitig an mehreren Schulen beworben habe, aber wenigstens eine habe ich. Gerade hat mich die EUMAC in Bremen zur Audition eingeladen. Die Aufnahmeprüfung ist am 10.03.07, bin schon sehr nervös, aber diesmal werde ich denen zeigen was ich kann- das habe ich mir fest vorgenommen. Mal sehen wie es funktioniert. Diesmal habe ich die Messlatte auch etwas tiefer gehängt und bewerbe mich dort nur zum Basisjahr.
Naja, im sonstigen Leben bin ich fast jede Woche in irgendeinem Theater in Deutschland. Hauptberuflich bin ich wieder Schülerin (Fachoberschule Technik), nebenberuflich arbeite ich noch als Bademeisterin und seit etwas mehr als einem Monat habe ich jetzt einen Job in einem Musicaltheater. Dort arbeite ich in der Gastronomie (Tresen in der Pause und ähnliches...) und mache die Garderobe. Ich habe dort sehr viel Spaß und stehe circa sechs Stunden nur unter Strom. Das ist genau das was ich brauche und ich liebe das. So jetzt bin ich mal gespannt wie es mir bei der EUMAC ergehen wird. Dies lasse ich euch in meinem nächsten Bericht wissen !!!

Es grüßt euch herzlich- Angy