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Alfred und Herbert
Eine Tanz der Vampire Fanfiction
Von Monika Salzmann
Es war eine kühle Winternacht in Transilvanien. Herbert streifte gerade durch die modrig riechende Gruft, die sich im Schloss seiners Vaters befand. Leise seufzte er. Sein Alfred war gestern mit dieser verdammten Sarah aus diesem Schloss geflüchtet. Seitdem hatte er seinen Vater nicht mehr gesehen. Herbert vermutete, dass er immernoch seine geliebte Sarah suchte. Es war ja nicht die erste seiner Bräute die ihm davon lief.
Der Sohn des Grafen seufzte erneut. Das diese Sarah weg war scherte ihn einen Dreck, doch das sein geliebter Alfred ihn einfach hier alleine ließ, machte ihm ganz schön zu schaffen. Was er jetzt wohl machte? Auf einmal hörte Herbert seinen Namen leise hinter sich. Er drehte sich um und blickte in das von Trauer verzogene Gesicht seines Vaters.
"Wie geht es dir?", fragte Herbert voller Sorge. "Naja wie sieht es denn aus, mein Sohn?" "Hast du sie nicht gefunden?" Herbert's Vater schüttelte den Kopf. "Keine Sorge Vater, bald wird bestimmt jemand neues.." "Ich will niemand sonst! Du weißt doch, dass ich sie liebe!" "Ja, genau so wie alle vorher. In Wirklichkeit geht es dir nur um das süße Blut von jungen Mädchen...Aber mein armer Alfred...wer weiß was ihm alles passieren könnte! Dabei wollte ich ihn doch beschützen..."
"Mein Sohn wir sitzen im selben Boot. Nur noch drei Stunden bis zum Tagesanbruch. Ich bin gespannt, was diese Nacht noch mit sich bringen wird..."
Alfred irrte nun schon seit einem Tag durch die Wälder Transilvaniens. Als sie aus dem Schloss geflohen waren, versuchte Sarah ihn ebenfalls zum Vampir zu machen. Als es ihr missling, wandte sie sich an den Professor. Dieser war zu alt und zu langsam um sich dem tödlichen Biss zu entziehen, also musste Alfred hilflos zusehen, wie dieser zu einer Kreatur der Nacht wurde. Die beiden verschwanden, ohne Alfred auch nur einen Blick zu würdigen.
Wenn Alfred ehrlich war, war er auch glücklich darüber. Nur einer hatte - wenn überhaupt - das Recht ihn zum Vampir zu machen. Doch dieser saß warscheinlich in einem Schloss und hatte ihn längst vergessen. Alfred seufzte. Auch wenn ihm bewusst war, dass Herbert nicht wirklich an ihm interessiert war, sondern nur ein Spielzeug brauchte, versuchte Alfred verzweifelt das Schloss des Grafens wieder zu finden.
Nach weiter zwei Stunden hatte Alfred langsam genug. Er würde dieses Schloss nie wieder finden! Gerade als er aufgeben wollte, sah er einen dunklen Schatten auf einem Berg. 'Das muss es sein!', dachte sich Alfred. Schnell lief er los um noch vor Sonnenaufgang im Schloss zu sein...
Gerade als Herbert beschloss, dass dies eine der langweiligsten und trostlosesten Nächte seines Lebens war (und das soll schon was heißen wenn man ca. 300 Jahre alt ist), hörte er ein zartes Klopfen am Haupttor. Neugierig wer sich mitten in der Nacht zu dem Schloss seines Vaters traute, beschloss er nachzuschauen. Langsam öffnetete er das schwere Haupttor und blickte auf einen erschöpften aber glücklichen Alfred.
"Hallo, Herbert. Endlich habe ich das Schloss gefunden. Ich bin einen ganzen Tag durch diese Wälder geirrt..." Herbert war sprachlos. Sein Alfred war freiwillig hier? Warum? Er versuchte langsam seine Zunge wieder zu entknoten, was ihm nach einigen Sekunden auch gelang. "Komm rein.." Alfred strahlte glücklich. Er hatte schon mit einer Abfuhr gerechnet. "Warum bist du zurückgekommen?" Alfreds Lächeln erstarb. "Ich...habe bemerkt, dass ich Sarah egal bin. Selbst dein Vater war ihr wichtiger als ich. Gestern hat sie den Professor gebissen und sie sind zusammen abgehauen, Also war ich einen Tag lang in diesem Waldlabyrinth. Und außerdem...ich hab dich vermisst", nuschelte Alfred.
Dennoch hörte es Herbert, jedoch sprach er Alfred nicht darauf an. Ihm war bewusst, dass sich Alfred erst einmal ausruhen sollte. "Komm mit, du musst müde sein. Außerdem geht die Sonne bald auf.." Alfred verstand. Er ließ sich von Herbert auf ein Zimmer führen. Dort legte er sich auf das Bett und schlief sofort ein.
Herbert begab sich zu seinem Sarg in der Gruft. Er dachte darüber nach, warum Alfred wiedergekommen ist. Hatte er ihn wirklich vermisst? So wie er ihn? Er hoffte auf Antworten wenn die Sonne untergegangen ist.
Am nächsten Abend schlich Alfred hinunter zur Gruft. Den Tag über hatte er in seinem Zimmer gehockt und nachgedacht. Er war sich bewusst, dass er ohne Herbert nicht mehr leben wollte, doch dies bedeutete, dass er früher oder später ein Vampir werden würde. Doch dies nahm Alfred gerne hin, solange er bei Herbert bleiben könnte. Doch was würde dieser sagen?
So in Gedanken versunken, merkte er nicht, dass er direkt in jemanden hineinlief. Alfred wollte sich schnell entschuldigen und blickte in das Gesicht eines hungrig aussehendes Vampires. "Nanu, Frischblut? Na so ein Zufall!" Alfred versuchte abzuhauen, doch der Vampir hielt ihn eisern fest und kam mit seinen Zähnen Alfred's Halschlagader gefährlich nahe.
Gerade als Alfred schon mit seinem Leben abgeschlossen hatte, ertönte hinter ihm eine eisige Stimme. "Claude, was genau gedenkst du da gerade mit meinem Alfred zu tun?" Der Vampir, der anscheinend Claude hieß, ließ Alfred erschrocken los und suchte das Weite.
Der blondgelockte Junge sank erschöpft zu Boden. Plötzlich spürte er eine Hand auf seiner Schulter und blickte in das lächelnde Gesicht von Herbert. "Alles ok?" Alfred konnte nur nicken. Er war gerade zu keinem klaren Gedanken mehr fähig, jetzt wo Herbert's Gesicht seinem so Nahe war. Der blonde Schönling konnte sich nicht zurückhalten und zog Herbert näher zu sich.
Herbert, der überrascht über das Handeln von dem sonst so schüchternden Jungen war, staunte als er plötzlich weiche, warme Lippen auf seinen spürte. Schnell erwiedertete er den sanften Kuss und zog Alfred näher zu sich. als sie sich schließlich wegen Luftmangel trennen mussten, wurde Alfred rot und blickte verlegen zur Seite. "Ich...weißt du ich...ich.." "Langsam mein Engelchen, was willst du mir sagen?", fragte Herbert lächelnd. Dadurch ermutigt blickte Alfred Herbert direkt in die Augen. "Ich liebe dich!"
Kurz darauf trafen sich ihre Lippen erneut zu einem diesmal leidenschaftlicheren Kuss.
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